zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 17. Juni 2014

VP-Korosec: KAV muss bei Behandlung von Vergewaltigungsopfern sensibler reagieren!

Bestürzt über die fehlerhaften Abläufe rund um die Behandlung einer Wienerin im Krankenhaus Rudolfstiftung nach einer versuchten Vergewaltigung zeigt sich die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec und verweist auf Parallelen zu einem ähnlichen Vorfall im November 2013 im Wilhelminenspital. Damals musste eine Patientin nach einer Vergewaltigung stundenlang auf die medizinische Behandlung warten.

"Wir haben bereits 2013 umgehend eine Überprüfung und Verbesserung des Krisenmanagements bei der Behandlung von Vergewaltigungsopfern in KAV-Spitälern eingefordert und ich habe damals in dieser Causa auch das persönliche Gespräch mit der amtsführenden Gesundheitsstadträtin gesucht. Seither ist offensichtlich trotz aller Beteuerungen nichts geschehen, um Patientinnen in derart sensiblen Situationen das Gefühl einer fürsorglichen und umfassenden Behandlung zu geben", kritisiert Korosec.

Es ist inakzeptabel, dass die Führungsebene des Krankenanstaltenverbundes solche Fälle stets mit der Floskel "unglückliche Kommunikation" klein zu reden versucht. "So geht man mit Patientinnen, die nach einem Gewaltverbrechen schwer verletzt bzw. traumatisiert sind, nicht um. Wir können hier sicher nicht zur Tagesordnung übergehen. Ich fordere die Stadtregierung daher auf, umgehend ein Konzept zur Verbesserung der Behandlungsleitlinien für Vergewaltigungsfälle auf den Tisch zu legen", so Korosec abschließend.

apa.ots

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben