zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 16. Juni 2014

Gemischte Reaktionen auf Leitls SV-Fusionsvorschlag

Der Vorschlag von Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl (ÖVP), sämtliche Sozialversicherungsträger auf drei zusammenzulegen, stößt auf gemischte Reaktionen. Zustimmung kam am Montag aus der FPÖ und aus seiner eigenen Kammer, Ablehnung aus der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK).

Für Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik in der Wirtschaftskammer, macht eine straffere Struktur Sinn, wie er in einer Aussendung erklärte. Vorstellbar seien drei Krankenversicherungsträger für Unselbstständige, Selbstständige und Öffentlicher Dienst. Er verwies auch auf das Regierungsprogramm, das wörtlich eine "Studie über mögliche Effizienzsteigerungen der Sozialversicherungsträger" vorsehe.

Für FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein ist die Zusammenlegung längst überfällig. "Es ist nicht einzusehen, dass sich Österreich immer noch 22 Sozialversicherungsträger leistet, während die Leistungen zurückgefahren und die Beiträge erhöht werden", betonte sie.

Ihre Ablehnung bekräftigte hingegen Ingrid Reischl, Obfrau der WGKK. "Wir stehen mitten in der Umsetzung der Gesundheitsreform. Diesen Pfad sollten wir konsequent verfolgen, anstatt alte Diskussionen immer wieder aufzuwärmen". Eine Zusammenlegung gehe auf Kosten der Versicherten. Seriös berechnete Einsparungen seien bisher ausgeblieben.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben