zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 16. Juni 2014

WK-Gleitsmann: Fusion von Sozialversicherungsträgern macht Sinn

"Eine straffere Struktur bei den Sozialversicherungsträgern für die Sparten Pensionsversicherung, Krankenversicherung und Unfallversicherung sowie für Berufsgruppen mit eigenen Gesetzen macht Sinn. So sind etwa drei Krankenversicherungsträger für Unselbständige, Selbständige und Öffentlicher Dienst denkbar", konkretisiert Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik in der Wirtschaftskammer Österreich, den Vorschlag von WKÖ-Präsident Leitl, Sozialversicherungsträger zu fusionieren, um eine höhere Effizienz zu erzielen. Voraussetzung sei, so Gleitsmann, dass eine genaue Prüfung der Trägerstruktur substanzielle Synergien und Einsparungsmöglichkeiten ergibt. Immerhin sieht auch das Regierungsprogramm wörtlich eine "Studie über mögliche Effizienzsteigerungen der Sozialversicherungsträger" vor.

Synergie-Potenziale bestehen bei Verwaltungskosten, Tarifen mit Gesundheitsanbietern, besseren Einkaufsmöglichkeiten, der besseren Nutzung von Ressourcen wie z.B. eigenen Einrichtungen und Immobilien und der Harmonisierung von Leistungen. "Ein einheitliches, transparentes Leistungsangebot kann auch für die Versicherten vorteilhaft sein", ist Gleitsmann überzeugt.

Zusammenlegungen sind komplexe Vorhaben. "Die Fusion zwischen der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und der Sozialversicherungsanstalt der Bauern kam 2008 nicht, weil damals nicht die notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen für beide Träger zustande kamen. Die Wirtschaft ist aber nach wie vor offen für sinnvolle Kooperationen und Zusammenlegungen, zumal diese in der Privatwirtschaft üblich sind, um die Wettbewerbsfähigkeit und die Leistungen für Kunden zu verbessern", betont Gleitsmann. 

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben