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APA-Artikel 16. Juni 2014

Gewaltprävention bei Senioren: Hundstorfer zog positive Bilanz

Am 15. Juni wurde der "Internationale Tag gegen Gewalt an älteren Menschen" (World Elder Abuse Awareness Day) begangen. Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) hat das zum Anlass genommen, um eine positive Bilanz über Maßnahmen zur Gewaltprävention bei Senioren zu ziehen.

"Wir haben gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen in den letzten Jahren flächendeckende Maßnahmen gesetzt, um für das Thema 'Gewalt an älteren Menschen' zu sensibilisieren", hielt Hundstorfer am Samstag in einer Aussendung fest. Nicht einzelne Vorhaben, sondern ein Bündel an Aktivitäten wären dabei gefragt: "Wir müssen hinschauen, aufzeigen und Hilfestellungen dort anbieten, wo sie gebraucht werden. Nur wenn wir auch schwierige Themen aufgreifen und Problemen aktiv gegensteuern, ergibt sich die Chance für eine Verbesserung."

Um Seniorenorganisationen mit Opferhilfeeinrichtungen, regionale Hilfsdienste, Alten- und Pflegeheime, den medizinischen Bereich und Behörden zu vernetzen, wurden in allen Bundesländern regionale Workshops durchgeführt. Diese, aber auch die Ergebnisse vorangegangener Studien hätten gezeigt, dass in der Praxis die Anwendung und Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen für gewaltbetroffene ältere Menschen auf Hindernisse stößt.

Die Probleme ortet Hundstorfer nicht primär im rechtssystematischen Bereich, sondern eher in den unzureichenden Voraussetzungen des sozialen Umfelds. Daher hat das Sozialministerium eine Studie über Möglichkeiten und Hindernisse bei der Umsetzung gesetzlicher Bestimmungen bei Gewalt an älteren Menschen in Auftrag gegeben. "Die Studie soll Problemstellungen klären und mögliche Lösungsansätze aufzeigen", erläuterte Hundstorfer. Die Ergebnisse sollen Ende 2014 vorliegen.

apa.at

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