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APA-Artikel 12. Juni 2014

Aslan/Mückstein: Mehr Aufklärung und weitere Studien zur Gesundheitsgefährdung von Aluminium notwendig

Was schon lange vermutet wird, scheint nun eine Studie des Gesundheitsministeriums zur körpernahen Anwendung von Aluminium zu bestätigen. Durch die kumulative Aufnahme von Aluminium durch Kosmetika, Lebensmittel und Trinkwasser, können die Grenzwerte überschritten werden. Die Langzeitfolgen sind nicht abschätzbar. Die Vermutung liegt nahe, dass Aluminium, das in den Körper eindringt, Krebserkrankungen und Allergien hervorrufen kann.

"Die Empfehlung des Gesundheitsministeriums, den Kontakt mit Aluminium möglichst zu meiden, ist begrüßenswert. Sie kommt aber zu spät und greift zu kurz", meint die Gesundheitssprecherin der Grünen, Eva Mückstein.

Aluminium in Lebensmitteln kann entweder natürlichen Ursprungs oder auf aluminiumhaltige Zusatzstoffe zurückzuführen sein. Aluminium kann aber auch durch Geschirr oder Verpackungsmaterialien in den Körper geraten. In der Europäischen Union sind sowohl Aluminium als Farbstoff als auch eine Reihe von Aluminiumverbindungen bei Lebensmittelzusatzstoffen zugelassen. Besonders wichtig ist auch, Deos und andere Mittel gegen Schweiß (Antitranspirantien) mit aluminiumhaltigen Inhaltsstoffen zu vermeiden und nicht auf verletzter bzw. gereizter Haut oder unmittelbar nach einer Rasur aufzubringen. Kinder sollten überhaupt keine aluminiumhaltigen Deodorants oder Antitranspirantien verwenden. Die Studie geht davon aus, dass der empfohlene Grenzwert von 1mg/kg Körpergewicht und Woche bei einem Großteil der Europäischen Bevölkerung, vor allem auch bei Kindern überschritten wird.

Im Oktober 2011 hat die französische Agentur für die Sicherheit von Gesundheitsprodukten (Agence francaise de sécurité sanitaire des produits de santé, Afssaps) einen Bericht über Aluminium in Antitranspirantien veröffentlicht, in dem aufgrund der neurotoxischen Risiken und der Gefährdung für die Knochen bei einer Langzeit-Anwendung vorgeschlagen wurde, dass die Aluminiumkonzentration in Antitranspirantien oder Deodorants auf 0,6 Prozent gesenkt werden soll. Der Minister soll sich auf europäischer Ebene für die Festsetzung eines verpflichtenden Grenzwertes einsetzen. Die KonsumentInnenschutzsprecherin der Grünen, Berivan Aslan, fordert: "Österreichs Gesundheitsminister soll sich auf europäischer Ebene für die Festsetzung eines verpflichtenden Grenzwertes bei Antitranspirantien und Deodorants einzusetzen."

"Weitere Studien zur Frage der Gesundheitsgefährdung durch Aluminium sind unbedingt notwendig", ist Eva Mückstein überzeugt. "Um die Konsumentinnen und Konsumenten besser schützen zu können, sollte durch Broschüren in Drogerien, bei Ärztinnen und Ärzten und in der Apotheke über die Gefahren durch Aluminium aufgeklärt werden", fordert Berivan Aslan.

apa.ots

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