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APA-Artikel 11. Juni 2014

Wiener Apotheken als Multi-Kulti-Orte: 47 Sprachen vertreten

Wien ist eine Stadt, in der Menschen unterschiedlichster Herkünfte und Muttersprachen leben. Das spiegelt sich auch in der Sprachenvielfalt in den Wiener Apotheken wider. Im Durchschnitt werden pro Apotheke sechs verschiedene Sprachen gesprochen. Insgesamt beraten die Apothekenmitarbeiter ihre Kunden in 47 Sprachen. Das hat eine aktuelle Erhebung gezeigt.

Diese Sprachenvielfalt wird jetzt mit dem Projekt "Gesundheit spricht viele Sprachen" von der Apothekerkammer genutzt und öffentlich gemacht. In Wien leben aktuell 95.000 Menschen serbischer Herkunft, 75.000 Menschen türkischer Herkunft und 45.000 Menschen polnischer Herkunft (Statistik Austria 2013). Nur wer die Beratung in den Apotheken auch wirklich versteht, kann auch dementsprechend handeln.

"Dank der Sprachenvielfalt können wir individuell auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden eingehen. Das machen wir als Service und Wertschätzung", erklärte Andrea Vlasek, Präsidentin der Wiener Apothekerkammer am Mittwoch zu dem Projekt "Gesundheit spricht viele Sprachen". "Wir versuchen die Kunden in ihrer Sprache zu erreichen, um sie damit zu mehr Therapietreue zu bewegen", so Viktor Hafner, Vizepräsident der Apothekerkammer Wien. Ab sofort ist auf einen Blick erkennbar, welche Sprachen in welcher Apotheke gesprochen werden. Die Apotheken bringen auf den Auslagen Kleber mit Flaggen und Sprachhinweisen an.

Die Förderung der Sprachenvielfalt und besonders die hohe Anzahl an Frauen mit Migrationshintergrund in den Apotheken hat für die Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) Vorbildwirkung: "Mehrsprachigkeit ist eine große Chance, die wir ergreifen müssen. Wien spricht 250 Sprachen, es gibt viel Potenzial, das wir nützen müssen. Mit der Initiative der Apothekerkammer Wien wird Mehrsprachigkeit sichtbar gemacht und es ist ein wichtiger Beitrag zur Akzeptanz und Anerkennung der Vielfalt in Wien."

apa.at

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