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APA-Artikel 6. Juni 2014

Ärztearbeitszeiten: Übergangsfristen für Wiener Ärztekammer "viel zu lange"

"Empört" zeigt sich der Obmann der Kurie angestellte Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien, Hermann Leitner, über die langen Übergangsfristen hinsichtlich einer Reduzierung der Ärztearbeitszeiten in den Spitälern. Seit 2003 sei das Problem bekannt, "und nun liegt ein Zeitplan vor, der das Problem noch weitere sechs Jahre vor sich herschiebt", kritisiert der Vizepräsident.

Zwar habe er Verständnis dafür, dass eine entsprechende Arbeitszeitenregelung nicht im nächsten Jahr umgesetzt werden könne, aber 2021 als angepeilter Endtermin sei entschieden zu lange. Zudem sei ein verlängerter Durchrechnungszeitraum von 52 Wochen eine massive Verschlechterung für die Spitalsärzte und massiv arbeitnehmerfeindlich.

Leitner: "Schon derzeit arbeiten Österreichs Spitalsärzte am Limit. 72 Wochenstunden sind nach wie vor keine Seltenheit." Deshalb müsse der Gesetzgeber rasch eine Reduzierung erreichen, "auch um den Tätigkeitsstandort Österreich nicht zu gefährden".

In vielen Regionen Österreichs gäbe es bereits jetzt einen Mangel an Spitalsärzten. Frei werdende Stellen könnten oft nicht nachbesetzt werden. "Mit der Entscheidung, überlange Ärztearbeitszeiten bis zum Jahr 2021 zu prolongieren, gefährdet die Blockade der Länder die medizinische Versorgung in den Spitälern", warnt Leitner.

apa.ots

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