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APA-Artikel 5. Juni 2014

Ausbau Mutter-Kind-Pass für Kinder ab 6: Bei der SVA schon Realität

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Mutter-Kind-Passes fordern Experten eine Erweiterung auf Kinder nach dem sechsten Lebensjahr. Die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) nimmt hier eine Vorreiterrolle ein und hat bereits September 2013 den "Gesundheits-Check Junior" präsentiert. Das Präventionsprogramm wurde gemeinsam mit der Ärztekammer entwickelt und schließt die Versorgungslücke bis zur Volljährigkeit mit einem altersspezifisch angepassten Untersuchungsprogramm.

"Gerade im Teenageralter werden in der Ernährung, beim Rauchen oder hinsichtlich Bewegung die Weichen für das weitere Leben gestellt", sagt Peter McDonald, Obmann-Stv. der SVA. "Gesundheitsförderung muss im Kindesalter beginnen, denn oft gilt: was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Deshalb setzen wir mit dem neuen Vorsorgeprogramm genau in jener Altersgruppe von 6-17 an und begleiten die Jugendlichen auch durch wichtige Phasen wie den Schuleintritt oder die Pubertät."

Seit Herbst 2013 läuft das Programm wissenschaftlich begleitet in Wien und im Burgenland und soll nach der Pilot-Phase auf ganz Österreich ausgedehnt werden. Der "Gesundheits-Check Junior" wird von Allgemeinmedizinern und Fachärzten für Kinder- und Jugendheilkunde angeboten und setzt Schwerpunkte bei Bewegung, Ernährung, Allergien, sowie psychischer Gesundheit und Suchtverhalten an.

Der Gesundheits-Check Junior im Detail:

Die Gesundenuntersuchung für Kinder von 6 bis 11 Jahren und für Jugendliche von 12 bis 17 Jahren ist in drei große Teilbereiche unterteilt: Die körperliche Untersuchung, den Entwicklungsstatus und den Bereich Prävention.

Bei der körperlichen Untersuchung werden bei Kindern und Jugendlichen Größe und Gewicht gemessen, eventuelle Haltungsanomalien festgestellt und die Zahngesundheit untersucht. Bei Kindern wird außerdem eine Allergieanamnese durchgeführt und bei Jugendlichen der Blutdruck gemessen.

Beim Entwicklungsstatus stehen die Sprache, das Hören und Sehen, Lesen, Rechtschreiben und Rechnen im Mittelpunkt. Auch die Motorik wird untersucht und auf Verhaltensauffälligkeiten geachtet. Bei Jugendlichen stehen weiters Sozialisation, die Entwicklung in der Schule und individuelle Begabungen im Mittelpunkt. Thematisiert werden auch das Sexualverhalten und die Pubertätsentwicklung.

Ernährung, Bewegung und Sport sind wichtige Themen im Bereich der Prävention. Auch Beratung zur Unfallprävention und der aktuelle Impfstatus sind vorgesehen. Bei Jugendlichen werden außerdem die Themen Stress und Sucht sowie der individuelle Medienkonsum angesprochen.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/842/aom

apa.at

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