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APA-Artikel 5. Juni 2014

Ärzte-Arbeitszeit - Vorarlbergs Landesspitäler brauchen 60 Ärzte mehr

Die Reduzierung der Ärzte-Arbeitszeit auf maximal 48 Wochenstunden verursacht in den Vorarlberger Landesspitälern einen Mehrbedarf von rund 60 Ärzten. Das berichteten die "Vorarlberger Nachrichten" am Donnerstag unter Berufung auf Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (ÖVP). Im Stadtspital Dornbirn fehlen zwischen 15 und 25 Ärzte.

In den Gesprächen mit dem Bund habe man ein bisher befriedigendes Ergebnis erzielt, so Bernhard. Man habe dank der Übergangsfrist von sieben Jahren genügend Zeit, die Umstrukturierung vorzubereiten. Dass es keine Ausnahmeregelungen für längere Arbeitszeiten geben wird, begrüßte Bernhard. So komme es nicht zu einer Verwässerung der EU-Richtlinie, die Gefahr einer Unterscheidung in willige und unwillige Ärzte werde vermieden. Zu den Kosten für das Land wollte er sich noch nicht äußern. Man werde das Geld aufbringen, versicherte er. Der Landesrat hoffte auf eine Entlastung durch neue Arbeitszeitmodelle.

Als "heftige Herausforderung" bezeichnete Gerald Fleisch, Geschäftsführer der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG), die neue Arbeitszeitregelung. Es werde nicht einfach, die zusätzlichen Ärzte zu rekrutieren, denn das Problem sei inzwischen ein europaweites. Der Run auf die Fachkräfte werde bald einsetzen. Im Krankenhaus Dornbirn will man mit externer Hilfe prüfen, ob andere Arbeitszeitmodelle möglich sind.

apa.at

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