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APA-Artikel 4. Juni 2014

Mutter-Kind-Pass: das Programm

Der Mutter-Kind-Pass hat sich in den vergangenen 40 Jahren in Österreich bewährt. Experten fordern die Ausdehnung der Untersuchungen bei Kindern bis weit in das Schulalter hinein. Hier das derzeitige Programm:

Nach Feststellen einer Schwangerschaft erhält jede Schwangere mit Wohnsitz in Österreich einen Mutter-Kind-Pass. Der Pass dient der gesundheitlichen Vorsorge für Schwangere und Kleinkinder bis zum fünften Lebensjahr.

Die im Mutter-Kind-Pass-Programm vorgesehenen Untersuchungen sind eine Gelegenheit zur Früherkennung und rechtzeitigen Behandlung von Krankheiten sowie zur Kontrolle des Entwicklungsstandes des Kindes. Alle Schwangeren und Eltern von Kleinkindern sollten daher die Gelegenheit zur bestmöglichen Vorsorge für Mutter und Kind nützen und diese Untersuchungen durchführen lassen.

Gynäkologische Untersuchungen für Schwangere:

  • Gynäkologische Untersuchung bis Ende der 16. Schwangerschaftswoche und eine Laboruntersuchung
  • Gynäkologische Untersuchung in der 17. bis 20. Schwangerschaftswoche und eine interne Untersuchung
  • Gynäkologische Untersuchung in der 25. bis 28. Schwangerschaftswoche und eine Laboruntersuchung
  • Gynäkologische Untersuchung in der 30. bis 34. Schwangerschaftswoche
  • Gynäkologische Untersuchung in der 35. ́bis 38. Schwangerschaftswoche

Die Untersuchungen werden von Allgemeinärzten und Allgemeinärztinnen bzw. den jeweiligen Fachärzten und Fachärztinnen durchgeführt. Die Durchführung dieser Untersuchungen in der Schwangerschaft ist Voraussetzung für das Kinderbetreuungsgeld.

Hinzu kommen drei Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft (achte bis zwölfte Schwangerschaftswoche, 18. bis 22. Schwangerschaftswoche und 30. bis 34. Schwangerschaftswoche). Die im Rahmen des Mutter‐Kind‐Pass-Programms vorgesehenen Ultraschalluntersuchungen dienen der Kontrolle der Entwicklung des Kindes sowie der Feststellung von Mehrlingsschwangerschaften. Die Ultraschalluntersuchungen sind allerdings keine Voraussetzung für das Kinderbetreuungsgeld.

Vor kurzem neu geschaffen wurde die Möglichkeit einer Hebammenberatung in der Schwangerschaft: Zwischen der 18. und 22. Schwangerschaftswoche kann eine solche Konsultation erfolgen. Sie soll Informationen zum Verlauf einer Schwangerschaft, zur Geburt, zum Wochenbett, zum Stillen, über gesundheitsförderndes Verhalten in diesem Zeitraum und über weitere Unterstützungsmöglichkeiten bieten.

Die Untersuchungen für die Kinder:

  • Untersuchung des Kindes in der ersten Lebenswoche (wird meist im Spital durchgeführt)
  • Untersuchung des Kindes in der vierten bis siebenten Lebenswoche einschließlich einer orthopädischen Untersuchung
  • Untersuchung des Kindes im dritten bis fünften Lebensmonat
  • Untersuchung des Kindes im siebenten bis neunten Lebensmonat einschließlich einer HNO-Untersuchung
  • Untersuchung des Kindes im zehnten bis 14. Lebensmonat einschließlich einer Augenuntersuchung


Zusammen mit den vorgesehenen Schwangerenuntersuchungen sind die Kindesuntersuchungen bis zum 14. Lebensmonat eine Voraussetzung für das Kinderbetreuungsgeld. Weiters sind folgende Kontrollen vorgesehen:

  • Untersuchung des Kindes im 22.-26. Lebensmonat einschließlich einer augenfachärztlichen Untersuchung
  • Untersuchung des Kindes im 34. bis 38. Lebensmonat, im 46. bis 50. Lebensmonat und im 58. bis 62. Lebensmonat.
  • Schließlich gibt es eine Hüftultraschalluntersuchung des Kindes in der ersten und in der sechsten bis achten Lebenswoche

Die Untersuchungen werden von Allgemeinärzten und Allgemeinärztinnen bzw. den jeweiligen Fachärzten und Fachärztinnen durchgeführt.

http://www.bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/Praevention/Eltern_und_Kind/Mutter_Kind_Pass)

apa.at

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