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APA-Artikel 3. Juni 2014

Oö. Spitalsträger gespag erwarten Neuerungen durch Linzer Uni-Klinik

Die oö. Gesundheits- und Spitals AG (gespag) hat 2013 einige wesentliche Projekte der Spitalsreform II abgeschlossen. Große Neuerungen stehen ins Haus, wenn die Landesfrauen- und Kinderklinik sowie die Landesnervenklinik in die im Entstehen begriffene Linzer Uniklinik eingebracht werden - und mit ihr 3.000 der etwa 10.000 gespag-Mitarbeiter, erklärten die Vorstände am Dienstag vor Journalisten.

Als wichtigste Maßnahme im Rahmen der Spitalsreform sieht die gespag die abgeschlossene Zusammenführung der Spitäler Gmunden, Bad Ischl und Vöcklabruck zum Salzkammergut-Klinikum, dem achtgrößten Krankenhaus Osterreichs. Hinzu kamen teils häuserübergreifende neue Organisationsformen. Im Rahmen des Projektes "Integriva" wurden Tätigkeiten wie Blutabnahme oder Verabreichung von Injektionen weitgehend zur Pflege verlagert.

Die Mitarbeiterzahl sank von 9.862 im Jahr 2012 auf 9.825, betroffen war vor allem der ärztliche Bereich. Derzeit gibt es etliche unbesetzte Medizinerstellen: Bei den Fachärzten sei man um 60, bei den Turnusärzten um rund 80 unterbesetzt, rechnete Vorständin Ingrid Federl vor. Im Gegenzug gebe es bei den Sekundarärzten einen Überschuss von 15 und bei den Ausbildungsassistenten einen um 70. Aus diesem Pool können später wieder Fachärzte geschöpft werden, erklärte sie. Die geplante Neuregelung der Ärzte-Arbeitszeiten werde sicher "eine Herausforderung", wie groß der zusätzliche Bedarf sein werde, wollte Federl aber noch nicht abschätzen, dazu seien noch zu wenige Details bekannt.

Die neue Medizinfakultät in Linz soll mehr Ärzte bringen, sie beschert dem Spitalsträger aber auch große Änderungen: Wenn die beiden Linzer Spezialkliniken in einer künftigen Uniklinik aufgehen, werden auch rund 3.000 Beschäftigte unter dieses Dach wechseln. Oberste Priorität habe, dass die Patienten Zugang zu den Leistungen der Uniklinik bekommen, sowie - weiterhin - die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung im Bundesland, betonten die Vorstände.

In den Auslastungszahlen der gespag ist weiterhin ein Trend zu kürzeren Spitalaufenthalten ablesbar: Die Belagsdauer sank - bei gleichbleibendem Bettenstand von 3.378 - leicht von 5,69 auf 5,63 Tage. Während die Zahl der stationär aufgenommenen Patienten um rund ein Prozent auf 177.695 abnahm, stieg jene der tagesklinisch Versorgten deutlich an - um knapp acht Prozent auf 11.656 Patienten. Der Umsatz der gespag lag 2013 mit 638 Mio. etwas über dem Niveau 2012, die Bilanzsumme wird mit 1,2 Mrd. Euro beziffert. Das Investitionsvolumen von zuletzt rund 88 Mio. Euro soll heuer annähernd gleich bleiben.

apa.at

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