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APA-Artikel 3. Juni 2014

Ärztearbeitszeit: Übergangsfristen sind sicherlich ausreichend

Überrascht zeigt sich der Obmann der Bundeskurie Angestellte Ärzte und Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Harald Mayer, dass die Politik im Hinblick auf die Anpassung an EU-konforme Ärztearbeitszeiten mit einer siebenjährigen Frist bis 2021 offenbar nicht das Auslangen finden wolle. Diese Frist sei sicherlich ausreichend, sagte Mayer am Dienstag in einer Aussendung.

"Wir wissen seit dem EU-Beitritt, dass die Arbeitszeiten in den Spitälern an die EU-Richtlinie anzupassen sind", betonte der oberste Spitalsarzt. Die Politik habe jahrelang verabsäumt zu handeln, so Mayer, und wolle jetzt inakzeptable Übergangslösungen. Der bestehende Ärztemangel und der zusätzliche, durch die Einhaltung der EU-Arbeitszeitrichtlinie gegebene Ärztebedarf würden durch längere Übergangsfristen keineswegs beseitigt.

Mayer: "Zusätzliche Ärzte wird man nur durch attraktivere Arbeitsbedingungen bekommen. Das hätte eigentlich schon längst passieren sollen." Die Versäumnisse der vergangenen Jahre würden sich nun bemerkbar machen. "Jetzt können die Probleme nicht mehr aufgeschoben werden, sondern sind unverzüglich zu lösen", sagte Mayer abschließend. 

apa.ots

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