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APA-Artikel 2. Juni 2014

Huainigg: Recht auf Gesundheit weltweit umsetzen

"Es ist sehr erfreulich, dass die World Health Organisation (WHO) kürzlich den "Global Disability Action Plan 2014-2021" verabschiedete. Damit verpflichtet sich die internationale Staatengemeinschaft zur Erreichung folgender Ziele: Erstens müssen Barrieren abgebaut werden, die Menschen mit Behinderungen von allgemeinen Gesundheitsdiensten ausschließen. Zweitens muss die Rehabilitation von Menschen mit Behinderung gestärkt werden. Drittens ist die Datenerhebung zu verbessern", fasst es Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg, ÖVP-Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit (EZA) und Menschen mit Behinderung, zusammen.

Weiters: "Diese Ziele sind nicht nur für Industrienationen wie Österreich von Bedeutung, sondern vor allem auch für so genannte Entwicklungsländer. Schließlich leben 80 Prozent aller Menschen mit Behinderung in Entwicklungsländern und nur zwei bis vier Prozent dieser Menschen haben Zugang zu Rehabilitationsmaßnahmen".

In der Diskussion um die Entwicklungsziele nach 2015 (post2015-Agenda) muss die Inklusion von Menschen mit Behinderung einen zentralen Platz einnehmen. In den Millennium Development Goals (MDGs), welche auf den Zeitraum 2000-2015 ausgerichtet waren und sind, wurde diese Problematik kaum thematisiert. 2009 wurde in einem Bericht einer Expertengruppe zu den MDGs festgehalten: "The Millennium Development Goals cannot be achieved without the full and effective inclusion of persons with disabilities and their participation in all stages of the MDGs processes". Huainigg mahnt: "Diese Aussage zeigt deutlich, dass die Inklusion von Menschen mit Behinderung eine Querschnittsmaterie ist und in jedem Punkt der post2015-Agenda Beachtung finden muss. Aber auch die spezielle Berücksichtigung ist notwendig, die mit einer eigenen Zielformulierung zur Inklusion von Menschen mit Behinderung gelingen kann".

Huainigg zeigt sich erfreut, dass Österreichs Expertise in diesem und in anderen Bereichen nachhaltig in die post2015-Agenda einfließt. "Bei der besonderen Berücksichtigung von Menschen mit Behinderungen sollen die Themenbereiche Inklusion, Nichtdiskriminierung, Teilhabe und Barrierefreiheit wichtige Leitprinzipien für die Entwicklungspolitik sein", so Huainigg abschließend.

apa.at

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