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APA-Artikel 2. Juni 2014

FP-Rösch fordert eine sofortige Spitalsreform für den Wiener Krankenanstaltenverbund

Ärzte gehen bereits auf die Straße, um ihren Forderungen nach mehr Pflegepersonal Nachdruck zu verleihen, denn auch sie sehen eine dramatische Verschlechterung der Patientenbetreuung auf uns zu kommen. Durch den vorherrschenden Personalmangel ist vor allem eine Gefährdung der Qualität der Patientenversorgung während der Nacht gegeben, ärgert sich der Obmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) LAbg. Bernhard Rösch, Mitglied des Gesundheitsausschusses über den Sparkurs der Spitalsverwaltung.

Im Vergleich zu anderen österreichischen Spitälern sind Mitarbeiter des AKH Wien auf Grund von Überlastung mit rund 25 Tagen doppelt so lange im Krankenstand, stellt Rösch fest. Selbst der Rechnungshof kritisiert die doppelt so hohen Infrastrukturkosten. Zum Vergleich: Ein Spitalsbett in Graz kostet 118.088 Euro, in Innsbruck 126.897 Euro - im AKH sind es 258.918 Euro. "Auch die anderen Spitäler in Wien sind da deutlich günstiger, denn hier liegt der Durchschnittswert bei 97.636 Euro", so Rösch.

Erklärbar sind diese Kosten unter anderem durch extrem teure Bettensperren z.B. bedingt durch fehlendes Pflegepersonal oder eben weil zu viele Mitarbeiter wegen Überlastung krankheitsbedingt ausfallen, merkt Rösch an und schlägt daher vor, die Akutbetten zugunsten von Pflegebetten zu reduzieren, da ein Akutbett pro Tag zwischen 400 und 600 Euro kostet und ein Pflegebett rund 100 Euro kostet. In Wien liegen tausende pflegebedürftige Patienten in solchen Betten, statt über einen Pflegeplatz optimal versorgt zu werden. Das kostet den Steuerzahlern österreichweit fünf Millionen Euro zusätzlich, und zwar pro Tag, kritisiert Rösch abschließend.

apa.at

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