zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 2. Juni 2014

Ambulante Neuro-Rehab: Neues Angebot begleitet die Rückkehr in den Alltag

Das Haus der Barmherzigkeit hat mit der Ambulanten Neuro-Rehab ein neuartiges Angebot gestartet. Das Besondere daran: Das wohnortnahe Rehab-Programm läuft über ein halbes Jahr und konzentriert sich auf Alltagsprobleme, die sich häufig erst nach dem Ende der stationären Rehabilitation zeigen. "Da geht es um Dinge wie Einkaufen, ins Kino gehen oder sich mit Freunden treffen, aber auch berufliche Fähigkeiten wie einen Computer bedienen oder sich längere Zeit auf ein Telefongespräch zu konzentrieren", erläutert Prim. Dr. Robert Chaix, Leiter der Abteilung für Neurologische Geriatrie und Rehabilitation im Haus der Barmherzigkeit Seeböckgasse.

Großer Bedarf bei Schädel-Hirn-Trauma und Schlaganfall Obwohl für die Ambulante Neuro-Rehab grundsätzlich alle Patienten mit neurologischen Beschwerden in Frage kommen, richtet sich das Angebot insbesondere an PatientInnen mit Schädel-Hirn-Trauma, Multipler Sklerose oder Schlaganfall. "Immerhin fünf Prozent aller Schlaganfallpatienten sind unter 45 Jahre alt - allein diese Gruppe umfasst mehr als 1000 Personen jährlich", so Chaix. Die drei Schwerpunkte der Ambulanten Neuro-Rehab liegen in den Bereichen motorische Fähigkeiten, Sprech- und Schluckbeschwerden sowie kognitive und psychische Probleme.

Realistische Ziele für individuelle Probleme Um im Rahmen der Rehab individuell auf die Probleme der TeilnehmerInnen eingehen zu können, werden zu Beginn der Therapie gemeinsam mit ihnen Ziele erarbeitet. "Wichtig ist dabei, dass die Ziele realistisch sind, sich an den Problembereichen und Bedürfnissen orientieren und die persönlichen Wünsche des Patienten mit einbeziehen", sagt Chaix. Auf dieser Grundlage erfolgt dann die Entwicklung des Rehabilitationsplans, der je nach Bedarf Elemente aus Physiotherapie, Ergotherapie, neuropsychologische und psychologische Unterstützung sowie Logopädie umfasst.

Praxisbezug steht im Vordergrund Ein weiterer Vorteil der Ambulanten Neuro-Rehab ist die Nähe zum gewohnten Umfeld. So können die TeilnehmerInnen ihre wiedererworbenen Fähigkeiten sofort im Alltag ausprobieren. "Zeigen sich dabei neue Probleme, können wir mit einer Anpassung der Therapiemaßnahmen gezielt gegensteuern", so Chaix. Neben Gruppen- und Einzelsitzungen können auch praxisbezogene Aufgaben wie selbst einkaufen gehen auf dem Therapieplan stehen. Ein Rehab-Turnus läuft über sechs Monate und umfasst zwei Therapiesitzungen wöchentlich. Insgesamt werden die PatientInnen mit 100 Therapieeinheiten bei der Rückkehr in ein selbstbestimmtes Leben unterstützt.

Start und Voraussetzungen Voraussetzung für eine Teilnahme an der Ambulanten Neuro-Rehab ist, dass der Patient noch berufstätig ist oder eine befristete Invaliditätspension bezieht. Zudem müssen die PatientInnen mobil und selbständig sein. Die Ambulante Neuro-Rehab findet zwei Mal jährlich statt, der nächste Turnus startet im September. Weitere Informationen zur Ambulanten Neuro-Rehab finden Sie unter http://www.hausderbarmherzigkeit.at/neurorehab

Haus der Barmherzigkeit Pflegekrankenhäuser In unseren geriatrischen Pflegekrankenhäusern Seeböckgasse und Tokiostraße in Wien bieten wir Langzeitbetreuung für hochbetagte und chronisch kranke Menschen. Im Pflegekrankenhaus Seeböckgasse betreuen wir rund 350 BewohnerInnen. Neben allgemein geriatrischen Stationen, verfügt die Einrichtung in Wien-Ottakring über spezialisierte Stationen in den Bereichen Demenz, Multiple Sklerose und Wachkoma. Im Pflegekrankenhaus Tokiostraße in Wien-Donaustadt betreuen wir rund 270 BewohnerInnen auf allgemein geriatrischen Stationen sowie auf Spezialstationen für Demenz und Psychogeriatrie.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben