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APA-Artikel 27. Mai 2014

Weltnichtrauchertag: generelles Rauchverbot für bessere Arbeitsbedingungen in der Gastronomie umsetzen!

Anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai erneuert die Gewerkschaft vida die Forderung nach einem generellen Rauchverbot in der Gastronomie. "Die Gesundheit der Beschäftigten wird in der Diskussion um Rauchen oder Nichtrauchen in Lokalen viel zu wenig berücksichtigt", sagt vida-Vorsitzender Gottfried Winkler. "Wenn wir länger gesund im Job bleiben wollen, muss das oberste Gebot lauten, auch für gesunde Arbeitsplätze zu sorgen. An einem generellen Rauchverbot führt daher kein Weg vorbei", so Winkler.

Für die Gewerkschaft vida steht der Gesundheitsschutz der Beschäftigten an erster Stelle, betont Winkler: "Wir brauchen eine klare Entscheidung, denn sämtliche Überprüfungen zeigen, dass die Arbeitgeber die bestehende Kompromisslösung nicht ordnungsgemäß umsetzen können oder wollen und der Gesundheitsschutz der Beschäftigten viel zu kurz kommt. Bei allem Verständnis für wirtschaftliche Aspekte und Investitionen, die die heimischen Gastronomen getätigt haben, es gibt unzählige Beispiele in ganz Europa, dass ein generelles Rauchverbot funktioniert. Österreich ist mittlerweile unrühmliches Schlusslicht beim Nichtraucherschutz."

Aber nicht nur beim Schutz vor Passivrauch wird nicht auf die Gesundheit der Beschäftigten Rücksicht genommen - völlig unverständlich ist für den vida-Vorsitzenden auch, dass die Arbeitgeber bei den heurigen Kollektivvertragsverhandlungen für das Hotel- und Gastgewerbe, die Ende April vorerst gescheitert sind, die Arbeitsbedingungen massiv verschlechtern wollten: "Eine gesetzliche Verkürzung der Nachtruhe von elf auf acht Stunden zur Voraussetzung für eine Einkommenserhöhung zu machen, ist völlig inakzeptabel! Das ist das Gegenteil von Gesundheitsförderung. Ich fordere die Arbeitgeber noch einmal auf, im Sinne der Beschäftigten diese unerfüllbaren Bedingungen zurückzunehmen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren."

Im Jahresdurchschnitt sind im österreichischen Hotel- und Gastgewerbe rund 200.000 Menschen beschäftigt, dazu kommen rund 50.000 geringfügig Beschäftigte und rund 10.000 Lehrlinge. Es geht also um gesunde Arbeitsbedingungen für eine ganze Branche, so Winkler: "Das Hotel- und Gastgewerbe ist ohnehin eine Branche mit übermäßig hohen Belastungen - unregelmäßige Arbeitszeiten, körperlich schwere Arbeit, Zeitdruck, Stress. Wenn wir Qualitätstourismus wollen und die Menschen auch im Tourismus länger gesund im Job bleiben sollen, müssen wir auch für gesunde Arbeitsbedingungen sorgen!", betont Winkler abschließend.

apa.ots

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