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APA-Artikel 26. Mai 2014

Bewachtes Leben: Barmherzigen Schwestern Linz optimieren Kinder-Intensivbetreuung

Ein kleiner, aber ausgesprochen wichtiger Puzzleteil im Kinderzentrum am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern (BHS) in Linz ist ab sofort noch leistungsfähiger: Die Intensiv-Überwachungseinheit (IMCU) in der Kinderabteilung wurde von bisher vier Monitorbetten um zwei weitere Plätze auf nunmehr sechs aufgestockt. Damit ist nun auch eine optimale Intensivüberwachung nach schweren Operationen direkt auf der Kinderstation möglich. Ein weiterer Grund für den Ausbau ist die mit rund 1.800 jährlichen Geburten hohe Frequenz im unmittelbar angrenzenden Krankenhaus der Barmherzigen Brüder (BHB), das die Kinderärztinnen und -ärzte der BHS im Rahmen gelebter Spitalspartnerschaft intensiv betreuen.

Frühgeborene ab der 32. Schwangerschaftswoche sowie kranke Neugeborene werden schon seit 2006 von der Geburtenstation der BHB zur weiteren Betreuung in der Überwachungsabteilung der BHS übernommen. Mit der gewachsenen Geburtenzahl bei den BHB steigt naturgemäß auch die Fallzahl jener kleinen Patienten, die in Zeiträumen zwischen 2 Tagen und etwa einem Monat intensivmedizinisch überwacht werden müssen. Mit der IMCU-Erweiterung wird dieser Entwicklung Rechnung getragen.

Ein Herzenswunsch wurde Primarius Dr. Martin Henkel mit der nun möglichen Verlagerung operierter Kinder aus den Spezialabteilungen im Haus auf seine Station erfüllt. "Unser kinderurologisches Zentrum ist über die Grenzen bekannt, die Kinder-HNO die größte in Oberösterreich - die Zahl der Operationen daher dementsprechend hoch. Aber auch viele Kinder mit schweren Infekten, mit akuten Beschwerden von Asthma über Epilepsie werden bei uns behandelt. Sie alle mussten bisher verteilt auf den jeweiligen Stationen betreut werden, solange eine intensivmedizinische Überwachung nötig war. Nun können wir sie direkt in der kindergerecht gestalteten Umgebung unserer Abteilung integrieren. Das ist für uns und in noch größerem Ausmaß für die Eltern unserer kleinen Patienten eine ganz wesentliche Qualitätssteigerung" freut sich Henkel.

In den IMCU-Plätzen sind neben der zentralen Überwachung aller Vitalfunktionen auch Infusionstherapien und parenterale Ernährung, also die Direktverabreichung der Nährstoffe über den Blutkreislauf, sowie kleinere medizinische Eingriffe möglich. Intensive Vernetzung der Kinderspezialisten mit dem Fachbereich Anästhesie sichert die umfassende und perfekt abgestimmte Betreuung der Babys und Kinder. Extreme Frühgeborene und Hochrisiko-Neugeborene werden nach wie vor auf der neonatologischen Intensivstation der Landes- Frauen- und Kinderklinik behandelt.

apa.at

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