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APA-Artikel 22. Mai 2014

Medizin-Praktikumsplätze: ÖH unterstützt Vorschlag der Spitalsträger

Die HochschülerInnenschaft (ÖH) an der Medizin-Uni Wien unterstützt den Vorschlag der Spitalsträger, in der Bundeshauptstadt zusätzliche Plätze für Studenten im klinisch-praktischen Jahr (KPJ) vorzufinanzieren. Nächstes Ziel müsse eine langfristige soziale Lösung sein, forderten die Studentenvertreter per Aussendung. Sie wollen zudem, dass die Studenten im KPJ finanziell entschädigt werden.

Viele Studenten seien auf Plätze in Wien angewiesen. "Gerade Studierende, die berufstätig sind oder Betreuungspflichten nachgehen, können nur sehr schwer aus Wien weg", kritisierte die ÖH am Donnerstag die derzeitige Lösung. Für heuer kann die Medizin-Uni Wien nur 211 der 660 KPJ-Plätze in Wien anbieten, die übrigen Studenten müssen die ab 4. August startende Ausbildung an Krankenhäusern in den Bundesländern absolvieren.

Hintergrund: Die Spitalsträger um den Krankenanstaltenverbund (KAV) wollen dafür, dass Studenten im sechsten und letzten Studienjahr ihre praktische Ausbildung bei ihnen absolvieren, zwischen 10.000 und 12.000 Euro pro Student und Jahr - eine Forderung, die die Medizin-Uni Wien mit der Begründung abweist, dass die Studenten weitgehend fertig ausgebildet und den Spitälern damit von Nutzen seien. Die Träger haben nun als Kulanzlösung vorgeschlagen, die Finanzierung für dieses Jahr vorzustrecken, wenn als Gegenleistung Verhandlungen über einen einheitlichen Ausbildungsvertrag aller drei Medizin-Unis samt Abgeltung begonnen werden. Am späten Donnerstagnachmittag findet eine Besprechung von KAV und Uni-Leitung statt. Das KPJ soll mit 4. August starten.

apa.at

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