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APA-Artikel 21. Mai 2014

AKH-Ärzte: Misstrauen gegen Rektor Schütz ausgesprochen

Heute, Mittwoch, hat die Mehrheit der Ärztinnen und Ärzte bei einer Betriebsversammlung im AKH das Misstrauen gegen den Rektor der Medizinischen Universität Wien, Wolfgang Schütz, ausgesprochen. "Die Lage im AKH ist dramatisch und verschärft sich zunehmend", schlägt Ärztekammpräsident Thomas Szekeres einmal mehr Alarm.

Die Wiener Ärztekammer wird daher auch weiterhin die Kolleginnen und Kollegen bei ihren Anliegen nach Rücknahme der erfolgten Kürzungen bei Journaldiensträdern sowie der Aufforderung nach einer detaillierten Personalbedarfs- und Leistungsplanung unterstützen, zeigt sich Szekeres kämpferisch. "Es ist den betroffenen Kolleginnen und Kollegen nichts anderes mehr übrig geblieben, als sich nun mit dem Misstrauensantrag Gehör bei der Leitung der MedUni Wien zu verschaffen."

Szekeres betont einmal mehr, dass die Ärztekammer "voll hinter den Anliegen der AKH-Ärzteschaft" stehe. Er fordert ein "rasches Umdenken, bevor tatsächlich massive Verschlechterungen bei der Patientenbetreuung eintreten oder grobe Fehler aufgrund von Personalmangel entstehen, für die im Nachhinein dann keiner verantwortlich sein möchte".

"Untätigkeit und Unfähigkeit des Rektorats"

"Die Mitarbeiter, die allesamt als Angestellte der MedUni Wien dem Rektorat unterstehen, arbeiten am Limit, das Arbeitsklima leidet, und vor allem bekommen die Reduktionen der Journaldiensträder zunehmend und in voller Wucht die Patienten zu spüren", ergänzt Hermann Leitner, Obmann der Kurie angestellte Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien.

Als "unbegreiflich, ärgerlich und sehr bedauerlich" bezeichnet der Vizepräsident die Untätigkeit und Unfähigkeit des Rektorats und deren weitere "Mauertaktik". So, wie es jetzt aussehe, werde man im AKH die EU-Arbeitszeitrichtlinien für Spitalsärzte nicht umsetzen können, ist Leitner überzeugt. Denn um die rechtskonforme Umsetzung zu erreichen, brauche es statt Reduktionen eher eine Aufstockung des medizinischen Personals.

Die Ärztekammer werde daher auch weiterhin jegliche Kampfmaßnahmen der Ärzteschaft im AKH unterstützen. "Wir bekräftigen einmal mehr unsere Solidarität. Diese Fehlplanung und das völlig konzeptlose Vorgehen sind in Österreichs größtem Spital einfach nicht tragbar und müssen endlich ein Ende haben", so Ärztekammerpräsident und Vizepräsident unisono.

apa.ots

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