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APA-Artikel 21. Mai 2014

Neue Studie soll Basis für NÖ Tabakpräventionsstrategie bilden

Anlässlich des am 31. Mai bevorstehenden Internationalen Weltnichtrauchertages informierte Landesrat Ing. Maurice Androsch am heutigen Mittwoch in St. Pölten über eine Studie, die er in Auftrag geben wird, um daraus eine NÖ Tabakpräventionsstrategie entwickeln zu können. Grund dafür sei ein für Niederösterreich bislang fehlendes Zahlenmaterial, die österreichweit vorliegenden Daten seien jedenfalls alarmierend, so der Landesrat:

Laut Bundesministerium für Gesundheit sterben in Österreich ca. 9.000 Personen pro Jahr an den Folgen des Rauchens. Im Durchschnitt sind das 25 Menschen pro Tag, dazu kommen noch zwei bis drei Passivraucher. Laut einer - wiederum österreichweiten - Erhebung aus dem Jahr 2008 greifen 38 Prozent der Bevölkerung zur Zigarette, davon sind 15 Prozent starke Raucher mit mindestens 20 Zigaretten pro Tag. 62 Prozent der Raucher wollen aufhören oder haben dies zumindest einmal auch schon versucht.

"Auch die europaweite Studie 'Tobacco Control Scale'die im Vorjahr Österreich unter 34 Länder an letzter Stelle ausgewiesen hat, zeigt, dass noch immer zu wenig getan wird, um den Nichtraucherschutz zu stärken. Das ist ein klarer Auftrag, mehr zu tun, allerdings nicht in Form der Stigmatisierung von Rauchern. Je mehr etwa die rauchfreien Zonen ausgedehnt werden, desto mehr wird auch der unbedachte Griff zur Zigarette unterbunden. Angesichts der Verantwortung für Kinder und Jugendliche, der Kosten für die Allgemeinheit etc. kann das Ziel dabei nur ein generelles Rauchverbot sein", betonte Androsch.

Mag. Alexandra Beroggio stellte das "Rauchfrei Telefon" (kostenlos unter 0800/810013 und www.rauchfrei.at) vor: Österreichweit wurden im Vorjahr 3.973 Anrufe registriert, die Homepage verzeichnete 30.000 Zugriffe. 53 Prozent der Anrufer waren Raucher, die zu rauchen aufhören wollen, die größte Gruppe bei den Telefonkontakten stellten die 46- bis 55-Jährigen dar (24 Prozent). Nur 18 Prozent der aufhörwilligen Anrufer fühlten sich gesund, 54 Prozent gaben Atembeschwerden und Atemwegserkrankungen an. Neben Hintergrundinformationen und Adressen von einschlägigen Anlaufstellen bietet das "Rauchfrei Telefon" auch Therapie per Telefon mit bis zu acht Beratungen in drei Monaten.

apa.at

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