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APA-Artikel 20. Mai 2014

Ganzheitsmediziner wollen sich dem metabolischen Syndrom widmen

Fett- und Zuckerstoffwechselstörungen, Hypertonie und Fettsucht sind weltweit die häufigsten Ursachen für Herzinfarkt, Schlaganfall & Co. "Es ist ein gefährliches Quartett", sagte am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien Gerhard Hubmann von der Akademie für Ganzheitsmedizin. Letztere will sich vermehrt diesen Risikofaktoren auch im Rahmen einer "mitochondrialen Medizin" widmen.

Für den deutschen Ganzheitsmediziner Marcus Stanton steht im Mittelpunkt des "metabolischen Syndroms" mit Prä- oder bereits ausgebrochenem Diabetes, erhöhten Cholesterinwerten, Bluthochdruck und krankhaftem Übergewicht auch eine Unterversorgung des Organismus mit wichtigen Nahrungsbestandteilen. Dazu gehörten Antioxidantien, Vitamin B2, Vitamin B3, Vitamin D, Niacin und Spurenelemente wie Eisen, Kupfer und Magnesium. Eine Schädigung der "Kraftwerke der Zellen", der Mitochondrien sei bei Defiziten die Folge. Die fehlenden Substanzen könne man auch mit Nahrungsergänzungsmitteln zuführen, betonte die "Naturopathin" Claudia Vigier aus Paris.

Auf den Zusammenhang zwischen metabolischem Syndrom und Psyche verwies der Grazer Psychiater Peter Hofmann. Menschen mit metabolischem Syndrom und Fettsucht hätten das zweieinhalbfache Risiko für Depressionen im Vergleich Personen ohne diese Risikofaktoren. Umgekehrt seien Depressive wesentlich häufiger übergewichtig. Ganzheitsmedizinische Ansätze könnten dazu beitragen dass Menschen auch zu einem insgesamt gesünderen Lebensstil mit mehr Bewegung etc. fänden.

apa.at

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