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APA-Artikel 19. Mai 2014

Steirische Spitäler: LKH Hörgas-Enzenbach könnte bestehen bleiben

Die Evaluierung des "Regionalen Strukturplans 2020", die Reform bei den steirischen Landesspitälern, könnte eine überraschende Wende für das LKH Hörgas-Enzenbach bringen: Laut einem Bericht der "Kleinen Zeitung" (Sonntag-Ausgabe) deuteten "erste Detailinformationen" darauf hin, dass das Spital bestehen bleiben könnte. Gesundheitslandesrat Christopher Drexler (ÖVP) bestätigte das aber nicht.

Die Reformpläne von 2011 sehen vor, dass das 180 Betten umfassende Landeskrankenhaus in Hörgas-Enzenbach geschlossen wird. Die Interne Abteilung und Akutgeriatrie/Remobilisation sollten 2015 an die Landesklinik Sigmund Freund nach Graz kommen, die Pulmologie ab 2019 ins LKH Graz-West. Ein Verkauf des Krankenhauses war geplant. Doch laut dem Bericht sind die Angebote der Bieter zu niedrig und ihre Garantie-Forderungen etwa in punkto Auslastung zu umfassend.

Der neue Gesundheitslandesrat wollte das Gerücht weder bestätigen noch dementieren, weil eine Evaluierung des Strukturplanes noch nicht abgeschlossen sei. Ende Juni oder Anfang Juli wolle man die Ergebnisse der Überprüfung präsentieren und dann "aufgrund von wirtschaftlichen und medizinischen Gründen entscheiden", hieß es am Sonntag aus Drexlers Büro.

Der im April 2011 von der steirischen Gesundheitsplattform beschlossene "Regionale Strukturplan Gesundheit (RSG)" soll mit Verlagerung und Schließung von Häusern bzw. Einheiten sowie einer Bettenreduktion für eine Straffung der steirischen Spitalstruktur sorgen. U.a. soll der Bettenstand bis 2020 auf 6.176 sinken, was einer Reduktion um 782 Betten in der gesamten Steiermark und um mehr als 400 im Großraum Graz gleichkommt. Die für 2014 geplante Übernahme des LKH Graz-West durch die Barmherzigen Brüder, die aus dem benachbarten, sanierungsbedürftigen Haus übersiedelt wären, hätte einen der Kernpunkte der Reform gebildet. Dieser Plan wurde jedoch vonseiten der Landesregierung 2013 wieder abgeblasen: Gegen das Vorhaben hatte es massive Proteste von Belegschaft und Bevölkerung gegeben.

apa.at

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