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APA-Artikel 16. Mai 2014

FPÖ-Hofer zur Scheinselbständigkeit im Bereich der 24-Stunden-Betreuung

Ein Artikel der Wiener Zeitung vom 15. Mai 2014 widmet sich dem Problem der Scheinselbständigkeit und der Tatsache, dass Auftraggeber mit Nachzahlungen an die Krankenkassen konfrontiert werden können. Dazu die Reaktion des freiheitlichen Pflegesprechers und Dritten Nationalratspräsidenten Ing. Norbert Hofer in Bezug auf die 24-Stunden-Betreuung: "Selbständige Personenbetreuer sind unter Berücksichtigung der persönlichen und wirtschaftlichen Abhängigkeit ganz klar Dienstnehmer. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann es zu einer Klage auf Anerkennung als Arbeitnehmer kommen wird."

Zahlreiche Pflege- und Betreuungsbedürftige, die unselbständige Pfleger beschäftigen, sehen sich nicht in der Lage, all den bestehenden Verpflichtungen nachzukommen. Sie bleiben in der Illegalität und gehen damit ein enormes Risiko ein oder greifen eben auf das Selbständigenmodell zurück. Einige "Agenturen" machen damit gute Geschäfte, indem sie selbständige Arbeitskräfte aus den ehemaligen Sowjetstaaten vermitteln. "Eine praxistaugliche Lösung wäre die Schaffung einer bundesweit aktiven Trägerorganisation in Form einer Genossenschaft, die für die Pflege- und Betreuungsbedürftigen unselbständige Pfleger und Betreuer beschäftigt und den Betroffenen auf diesem Weg alle administrativen Leistungen abnimmt", erklärt Hofer.

Der Pflegebedürftige als Nutzungsberechtigter der Leistungen der Genossenschaft kann - wenn die entsprechende Qualifikation vorhanden ist - den Pfleger oder Betreuer seiner Wahl bei der Genossenschaft beschäftigen lassen und braucht sich auch keine Sorgen wegen einer Krankenvertretung machen. "So kann der Pflegebedürftige versichert sein, dass alle administrativen Schritte pünktlich und richtig gesetzt und von der Genossenschaft auch die Qualität der Pflege- und Betreuungsleistungen sichergestellt wird", so Hofer. Diese Bundespflegegenossenschaft stelle ihre Leistungen pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen als Genossenschaftern ohne Gewinnabsicht zur Verfügung. "Ich warte gespannt auf die längst überfälligen Lösungsvorschläge unserer Bundesregierung in diesem Bereich", appelliert Hofer abschließend.

apa.ots

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