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APA-Artikel 16. Mai 2014

Gefährliches Schnarchen mit langen Atempausen: Schlafapnoe

Bleibt eine Schlafatemstörung (Schlafapnoe) unbehandelt, zieht die Erkrankung gefährliche Folgen nach sich. Die Betroffenen leiden unter Tagesmüdigkeit, Sekundenschlaf und Konzentrationsschwäche, was zu Unfällen führen kann. Die nächtlichen Atemaussetzer begünstigen schwerwiegende Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Herzinfarkt. Besonders gefährdet sind ältere, übergewichtige Personen, die laut schnarchen, eine behinderte Nasenatmung haben und bereits Herzprobleme haben.

Diagnose nach einer Nacht im Schlaflabor

Bei Verdacht auf Schlafapnoe erfolgt eine ambulante Voruntersuchung bei einem niedergelassenen Facharzt, häufig einem Lungenfacharzt. Die Bestätigung der Diagnose folgt in einem Schlaflabor. Während einer Nacht wird der Schlaf genau analysiert, die Atmung, die Sauerstoffsättigung im Blut und die Herztätigkeit werden gemessen, die Schlafposition wird aufgenommen und die Gehirnaktivität mit Elektroden abgeleitet. Um die Atemwege offen zu halten, wird über eine Mund-Nasenmaske Raumluft eingeblasen, die das Zusammenfallen des Rachens während des Schlafs verhindern.

Atemberaubende Krankheiten: Schlafapnoe, COPD und Asthma

Beim Informationsabend am 15.5.2014 im Hartmannspital zum Thema "Husten, Schnarchen & Co" wurden Erkrankungen der Lunge und der Atemwege einem interessierten Publikum erklärt und Führungen durch das Schlaflabor ermöglicht. Das Team der Lungenheilkunde im Hartmannspital besteht aus Lungenfachärzten, speziell geschultem Pflegepersonal, Physiotherapeuten und einem Schlaflabor-Team. "COPD wird 2020 die dritthäufigste Todesursache sein, Schlafatemstörungen werden immer häufiger diagnostiziert. Umso wichtiger ist es uns, die Bevölkerung zu informieren und Expertenwissen der Lungenheilkunde und der Schlafmedizin zu vermitteln", so Dr. Eleonora Brandl, leitende Lungenfachärztin im Hartmannspital.

apa ots

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