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APA-Artikel 16. Mai 2014

Ärzteausbildung: Beschluss der Länder begrüßenswert

Erfreut reagierte der Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) und Obmann der Bundeskurie Niedergelassene Ärzte, Johannes Steinhart, dass sich auch die Gesundheitsreferenten der Landesregierungen offiziell für eine Reform der Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin und die öffentliche Finanzierung einer verpflichtenden Lehrpraxis aussprechen. Im Rahmen der Gesundheitsreferentenkonferenz am Mittwoch hatten die Vertreter der Länder einstimmig beschlossen, die ärztliche Ausbildung aktuellen und zukünftigen Anforderungen anzupassen. "Die Reform ist schon lange überfällig. Umso erfreulicher ist es, dass die Politik nun endlich handeln und auch die öffentliche Finanzierung sicherstellen möchte", sagte Steinhart am Freitag in einer Aussendung.

Für den obersten Vertreter der niedergelassenen Ärzte ist klar, dass die Ausbildungsreform auch die verpflichtende Lehrpraxis umfassen muss: "Es kann nicht sein, dass ein angehender Allgemeinmediziner nicht einen Tag in einer Ordination verbringen muss und dennoch am Ende seiner Ausbildung selbst eine Praxis führen darf", so Steinhart. Die ÖÄK weise schon seit Jahren auf die Bedeutung der verpflichtenden Lehrpraxis hin. Steinhart: "Es ist höchste Zeit, dass angehende Hausärztinnen und -ärzte vor Ort, also in einer Ordination, auf die inhaltlichen und organisatorischen Notwendigkeiten der Praxisführung vorbereitet werden." Vor allem der direkte Kontakt mit den Patientinnen und Patienten und die unmittelbare Konfrontation mit Krankheiten und Befindlichkeiten, die für eine hausärztliche Praxis typisch seien, könnten in keinem Spital vermittelt werden.

Die Lehrpraxis sei auch ein wichtiger Schritt, um den Beruf des Allgemeinmediziners wieder attraktiver zu machen und dafür zu sorgen, dass die derzeit gefährdete flächendeckende Versorgung durch Hausärztinnen und -ärzte auch in Zukunft sichergestellt sei, sagte Steinhart abschließend. 

apa ots

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