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APA-Artikel 15. Mai 2014

Tod von Dreijähriger in Tiroler Klinik: Verhandlungstermin steht fest

Nach dem Tod eines dreijährigen Mädchens nach einem Routineeingriff in der Innsbrucker Klinik im Oktober 2011 steht nun der Verhandlungstermin fest. Am 23. Juni müssen sich drei Ärzte vor dem Landesgericht Innsbruck verantworten, sagte Gerichtssprecher Andreas Stutter gegenüber der APA und bestätigte damit einen Bericht des ORF Radio Tirol.

Den Ärzten wird vorgeworfen, dem Mädchen zu lange und zu viel Narkosemittel Propofol verabreicht zu haben. Sie müssen sich laut Stutter wegen "fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Umständen" verantworten. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen bis zu drei Jahre Haft.

Das Mädchen war am 15. Oktober in das Bezirkskrankenhaus Schwaz eingeliefert worden, weil es beim Spielen Klebstoff verschluckt hatte. Von dort war das Kind aber umgehend an die Innsbrucker Klinik überwiesen worden. Noch am selben Tag sei unter Narkose eine endoskopische Untersuchung der oberen Atemwege vorgenommen worden.

Die Narkose war laut der ärztlichen Direktorin "ohne Zwischenfälle" verlaufen. Das Kind wurde danach routinemäßig auf die Intensivstation verlegt und weiterbehandelt. Zu der Verschlechterung, die schließlich in einem Multiorganversagen des Kindes mündete, sei es schließlich rund vier Tage später gekommen.

apa.at

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