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APA-Artikel 15. Mai 2014

WKÖ zu Krankenkassen: Erfolg nachhaltig sichern

Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zeigt sich erfreut über die aktuellen Daten aus den Krankenkassen. Dazu Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit der WKÖ: "Die jüngsten Zahlen sind eine Bestätigung für den Erfolg des im Jahr 2009 eingeschlagenen Konsolidierungskurses. Nicht zuletzt dank der Arbeit von Hans Jörg Schelling, Vorsitzender des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, gemeinsam mit den Krankenversicherungsträgern, konnte in den letzten Jahren ausgehend von einer hohen Verschuldung eine finanzielle Sanierung erreicht werden. Besonders betont werden muss, dass die schwarzen Zahlen bei Aufrechterhaltung des hohen Qualitätsniveaus der Gesundheitsversorgung in Österreich herbeigeführt werden konnten." In Zahlen heißt das: Die Krankenkassen haben im Jahr 2013 einen Überschuss von voraussichtlich 217 Mio. Euro erzielt und die Entschuldung ist nahezu vollendet.

Gleitsmann: "Wir freuen uns über diesen Erfolg. Jetzt ist es wichtig den Erfolg zu sichern und auch weiterzugeben: an Patienten, Gesundheitsdienstleister und Beitragszahler."

Patienten sollen durch Qualitätsverbesserungen von den positiven Wirtschaftsergebnissen der Krankenkassen profitieren. "Qualitätsverbesserungen, die kurzfristig Investitionen erfordern, langfristig aber wiederum der Nachhaltigkeit dienen", betont Martin Gleitsmann. Als Beispiel nennt er den Ausbau von Kundenservices für bessere Information und Transparenz und die stärkere Fokussierung auf Gesundheitsförderung und Prävention, etwa durch Anreizmodelle zur Gesundheitsvorsorge oder die Entwicklung von Gesundheitskompetenz bereits ab dem Kindergartenalter.

Ebenso sollen die Versicherten von mehr Investitionen in Innovationen des Gesundheitssystems profitieren. "Die Kassensanierung der vergangenen Jahre wurde zu einem sehr großen Teil von der Wirtschaft getragen - Stichwort Einsparungen der Kassen bei Medikamenten, Heilbehelfen, privaten Instituten und sonstigen privaten Gesundheitsleistungen. Jetzt ist es Zeit, Investitionen der Gesundheitswirtschaft in Innovation zu fördern, um langfristig die Qualität und Nachhaltigkeit der Gesundheitsversorgung zu verbessern", so Gleitsmann. Weiters sind nun auch alle anderen Ausgabenbereiche auf Effizienzpotentiale zu untersuchen. Außerdem sind dringend weitere Schritte zur Herstellung von Kostenwahrheit zwischen der Kranken- und Unfallversicherung einzuleiten.

Schließlich sollten auch diejenigen an der positiven Entwicklung partizipieren, die den Erfolg finanziert haben: die Beitragszahler. In Zeiten, in denen Selbständige, Dienstgeber und Dienstnehmer mit einer stetig wachsenden Abgabenbelastung konfrontiert sind, ist eine moderate Beitragssenkung ein dringend notwendiges Signal zur Entlastung des Faktors Arbeit.

apa.at

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