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APA-Artikel 15. Mai 2014

Staatsanwaltschaft ermittelt nicht gegen Arzt der Odenwaldschule

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt nimmt keine Ermittlungen gegen einen für die umstrittene Odenwaldschule tätigen Kinderarzt auf. Sie hatte nach Presseberichten über Vorwürfe gegen den Mediziner einen Anfangsverdacht wegen sexuellen Missbrauchs geprüft, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Nach Abschluss dieser Vorermittlungen bestünden aber keine Anhaltspunkte für ein Verhalten, das Zweifel "an der Eignung, Zuverlässigkeit oder Befähigung des Arztes" hervorrufe oder strafrechtlich relevant wäre.

In den vergangenen Tagen waren Vorwürfe gegen den Arzt laut geworden, er habe Schülerinnen sich unnötig ausziehen lassen und sie berührt. Das zuständige Jugendamt des Kreises Bergstraße hatte die Odenwaldschule daraufhin auch aufgefordert, eine detaillierte Stellungnahme zu den Anschuldigungen gegen den Mediziner abzugeben. Das Ultimatum dafür läuft am Donnerstagmittag aus.

Die Schule war zuletzt erneut in die Kritik geraten, weil gegen einen ehemaligen Lehrer wegen eines Kinderporno-Verdachts ermittelt wird. Im Jahr 2010 war aufgedeckt worden, dass an der als Reformschule für ihre alternativen Bildungsansätze bekannten Einrichtung jahrzehntelang Kinder massenhaft sexuell missbraucht worden waren. Die Privatschule hatte anschließend eine öffentliche Entschuldigung abgegeben und eine konsequente und lückenlose Aufarbeitung zugesagt.

apa.at

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