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APA-Artikel 13. Mai 2014

Dreistufiger Masterplan für das Klinikum Klagenfurt präsentiert

Im Rahmen eines dreistufigen Masterplans soll das Gelände des Klinikums Klagenfurt am Wörthersee nachgenutzt und dadurch jährlich rund eine Million Euro an Betriebs- und Instandhaltungskosten eingespart werden. Das kündigte der Chef der Kärntner Krankenanstalten-Betriebsgesellschaft (Kabeg), Arnold Gabriel, am Dienstag bei einer Pressekonferenz an.

Dieses Konzept, das innerhalb der nächsten fünf Jahre umgesetzt werden soll, sei in Zusammenarbeit mit den Nutzern entwickelt worden. Deren Interessen habe man größtmöglich berücksichtigt, erklärte Gabriel. Der Plan sei verbindlich und schaffe damit auch Sicherheit für die Öffentlichkeit und die Mitarbeiter. Die Maßnahmen werden in Summe rund 80 Millionen Euro kosten.

Die Nutzfläche soll um mehr als 20.000 Quadratmeter reduziert werden. Durch die Zusammenführung von medizinischen Fächern, eine optimierte Logistik und eine verbesserte Betriebsorganisation möchte man nicht nur Kosten sparen, sondern auch das Angebot für die Patienten weiter verbessern, so Arnold.

Im Rahmen des Sanierungskonzeptes werden auch alte Gebäude, drei von ihnen stehen im Wasserschutzgebiet, abgerissen. Diese Maßnahme sei auch deshalb notwendig, weil das Klinikum sonst die Brunnenrechte verliere, sich an das öffentliche Wasserversorgungsnetz anschließen und mit jährlichen Zusatzkosten von 400.000 Euro rechnen müsse, erklärte der Kabeg-Chef.

Die erste Phase, zu denen der Abbruch gehört, sei bereits angelaufen, sagte er. Phase zwei enthält die größte Investition, den Umbau der Chirurgie Ost für die Einrichtung eines Kopfzentrums für die Hals-, Nasen- und Ohrenabteilung, die Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie die Augenabteilung. Darüber hinaus sollen auch die Onkologie, die Tagesklinik und die Physikalische Medizin in dem modernisierten Gebäude untergebracht werden.

In der letzten Phase wechselt die Geriatrie, die derzeit außerhalb des Klinikumgeländes liegt, in die umgebaute ehemalige Erste Medizinische Abteilung, und die Psychiatrie erhält einen Zubau. Für das frei gewordene Gebäude der Geriatrie gebe es bereits Ideen für neue Leistungsangebote, die auch im Rahmen eines Kooperationsmodells umgesetzt werden könnten, meinte Gabriel. Bis zum Abschluss aller Maßnahmen werden etwa 100 Verwaltungsmitarbeiter und rund 400 Betten innerhalb des Geländes übersiedelt sein.

apa.at

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