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APA-Artikel 12. Mai 2014

Nierentransplantation: In Graz jedes fünfte Organ eine Lebendspende

Seit drei Jahren ermutigt das LKH-Uniklinikum Graz Angehörige und enge Freunde von Betroffenen dazu, ihre Niere für den Patienten zu spenden. Mit Erfolg: Mit 63 Nierentransplantationen wurden im Vorjahr so viele Eingriffe wie nie zuvor durchgeführt - jede Fünfte kam durch die Lebendspende des Organs zustande, wie am Montag mitgeteilt wurde.

Für fast 700 Österreicher kam im Vorjahr durch ihrer eingeschränkte Nierenfunktion nur noch eine Transplantation des Organs infrage. Von den tatsächlich etwa 400 durchgeführten Eingriffen österreichweit (etwa 200 in Wien) fanden 63 am LKH-Uniklinikum Graz statt. Das waren um rund 20 Prozent mehr als noch in den Jahren zuvor. Und 21 Prozent beruhten auf ein Spenderorgan eines lebenden Menschen. Ausgehend von nur einer Lebendspende bei 53 Nierenverpflanzungen im Jahr 2010 wurden die Lebend-Entnahmen bereits im ersten Halbjahr 2011 auf sechs gesteigert. Im Jahr 2013 waren es 13.

Alexander Rosenkranz von der Klinischen Abteilung für Nephrologie schilderte den Vorteil einer Lebendspende gegenüber Spenderorganen von Verstorbenen: Bei Lebendspenden funktioniere die neue eingesetzte Niere doppelt so lange - bis zu 20 Jahre. Zu 97 Prozent überlebt der Patient das erste Jahr. Die Entnahme erfolgt mithilfe der Schlüsselloch-Chirurgie mit einem rund acht Zentimeter langer Schnitt im Unterbauchbereich. Seit drei Jahren führt man am Klinikum auch die Spende von Personen mit unterschiedlichen Blutgruppen durch.

apa.at

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