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APA-Artikel 7. Mai 2014

Brustkrebs-Früherkennungsprogramm: Großer Erfolg der Ärztekammer

Als "großen Erfolg für Ärztekammer und Patientinnen" bezeichnet der Wiener Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres die nun erfolgte Einigung einer Adaptierung des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms in Österreich. Es habe zwar lange gedauert, bis sich das Gesundheitsministerium und der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger den Argumenten der Ärzte angeschlossen hätten, "aber eine späte Einsicht ist immer noch besser als gar keine".

Das neue Brustkrebs-Früherkennungsprogramm, das Anfang dieses Jahres österreichweit gestartet wurde, hat in den ersten Monaten für große Kritik seitens der Ärzteschaft und auch vonseiten der Patientinnen gesorgt. Die Einladungen zur Vorsorgemammografie wurden von den Frauen schlecht angenommen, sodass es bei Mammografieuntersuchungen einen Rückgang von bis zu 24,5 Prozent gegeben hat. Dies wurde zuletzt von den Wiener niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in einem offenen Brief an Minister Stöger massiv kritisiert. Gleichzeitig wurden eine Wiedereinführung der Möglichkeit einer Zuweisung zur Mammografie durch Gynäkologen und Hausärzte sowie eine Aufhebung der Altersbeschränkung gefordert.

Wie von Stöger angekündigt, wird es nun insofern zu einer grundlegenden Änderung kommen, als Frauen im Alter zwischen 45 bis 69 Jahren nicht mehr per Einladung vorgeschrieben wird, wann sie zur Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung gehen müssen, sondern darüber selbst entscheiden können. Damit wird es wieder möglich sein, über die E-Card jederzeit Zugang zu einer kostenlosen Mammografie zu haben. Und auch die Aufhebung des Alterslimits von 70 Jahren wird in der Ärztekammer sehr positiv gesehen.

Damit sind wichtige Forderungen der Ärztekammer erfüllt worden. Szekeres: "Wir sind sehr froh, dass Gesundheitsminister Alois Stöger und der Hauptverband eingelenkt haben und unseren Forderungen nachgekommen sind." 

apa.at

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