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APA-Artikel 2. Mai 2014

ÖÄK-Wechselberger: Will Stöger Gesundheitssystem aushungern?

Offenbar wolle es der Gesundheitsminister darauf ankommen lassen, das österreichische Gesundheitssystem auszuhungern, erklärte der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Artur Wechselberger, in Reaktion auf Aussagen von Alois Stöger im heutigen Ö1-"Morgenjournal": Stöger wehrte die Frage nach zusätzlichen Investitionen ab, während der Ärztekammerpräsident vor Ostern festgehalten hatte, dass man eine tragfähige integrierte Gesundheitsversorgung sicher nicht ohne zusätzliche Mittel aufbauen könne.

Dabei gehe es nicht ausschließlich um die Honorierung ärztlicher Leistungen, sagte Wechselberger. Vielmehr sei der Aufbau einer vernünftigen integrierten Gesundheitsversorgung grundsätzlich mit zusätzlichen Kosten verbunden. So sei es "eigentlich selbstverständlich", dass ein Versorgungsnetzwerk etwa auch eine ausreichende Zahl an Pflegekräften und Therapeuten mit Kassenvertrag brauche. - "Auch dafür werden die Financiers der Gesundheitsreform Geld in die Hand nehmen müssen."

Genauso wenig zielführend sei die Geringschätzung, die Stöger den Hausapotheken entgegenbringe, die in vielen ländlichen Gemeinden von den Patientinnen und Patienten hoch geschätzt würden. Hier sei der Minister in Wien sehr weit weg von der Realität der Betroffenen, während hingegen die politischen Verantwortungsträger in den Regionen die Bedürfnisse der Bürger längst erkannt hätten. In diesem Zusammenhang erinnerte Wechselberger an die vielen Bürger-Petitionen und einschlägigen Landtagsentschließungen, in denen der Bund aufgefordert wird, Maßnahmen zur Sicherung der ärztlichen Hausapotheken zu setzen und dafür zu sorgen, dass die medikamentöse und ärztliche Versorgung den Menschen auch weiterhin dort zur Verfügung steht, wo sie gebraucht wird.

OTS

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