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APA-Artikel 2. Mai 2014

Becker fordert politische Priorität für "Gesundheitsförderung ein Leben lang"

"Lebenslange präventive Gesundheitsförderung zu stärken, muss ein primäres politisches Ziel der zukünftigen europäischen Gesundheitspolitik sein. Selbst wir in Österreich haben die großen Potentiale für die Sicherung der persönlichen Lebensqualität und die Entlastung der öffentlichen Budgets noch nicht genützt!" so Europaabgeordneter Heinz K. Becker, Generalsekretär des Österreichischen Seniorenbundes, auf der hochkarätig besetzten Expertenkonferenz diese Woche im Haus der EU in Wien.

Neben Becker nahm seitens des Europäischen Parlaments auch Evelyn Regner und der Leiter des Parlamentsbüros in Wien teil, der auch die Diskussion von Österreichs Top-Experten über ein Positionspapier für Prävention in Europa moderierte: Dr. Josef Probst, Generaldirektor des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Mag. pharm. Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer, Dr. Michael Kunze, Direktor der Liga für Präventivmedizin, Mag. Monika Wild, Österreichisches Rotes Kreuz, Mag. Ulrike Klein, Wirtschaftskammer Österreich und Ing. Andreas Kronberger, Präsident des Verbandes der Impfstoffhersteller.

Heinz Becker präsentierte das mit weiteren Kollegen des Europäischen Parlaments verabschiedete Positionspapier zur Förderung des aktiven und gesunden Alterns durch verstärkte präventive Gesundheitsförderung. Darin wird gefordert, dass die Europäische Union Impulse schafft, damit die Menschen zukünftig um Jahre länger in Gesundheit leben können. Die Gesundheitsvorsorge soll so ausgerichtet werden, dass die beste verfügbare medizinische Versorgung angewandt werden kann. Die dafür zum Teil benötigten höheren Geldmittel können aus der Steigerung des Gesundheitsniveaus der Bevölkerung stammen, weil dadurch weniger medizinische Leistungen in der Bevölkerung benötigt würden. Präventive Gesundheitsförderung soll bereits im Mutterleib beginnen und über das Arbeitsleben bis weit in den Ruhestand fortdauern.

Becker führte aus, dass Grundlage dafür gesamthaft neue Ansätze in der Gesundheitspolitik sind - teils bereits Bestandteil der derzeit in Österreich entwickelten großen Gesundheitsreform - und die Förderung der persönlichen Mitverantwortung des Einzelnen mittels motivierender Anreize und Überzeugungsarbeit vom Elternhaus über die Schule zum Arbeitsplatz und während der gesamten Pensionszeit. Der Hauptverband ebenso wie Ärzteschaft, Apotheker, Pharmaindustrie und Sozialunternehmen mit den speziellen Erfahrungen der Altenpflege sind sich darüber einig, hier mit ihrem Wissen und spezifischen Erfahrungen wertvolle Beiträge an die Politik liefern zu können. Auch die Wirtschaft praktiziert dies bereits als integrierter Bestandteil innovativer Arbeitskonzepte.

Als interessanter Teilaspekt wurde darüber hinaus der Bereich der Impfungen für Erwachsene behandelt, insbesondere für Menschen in der zweiten Lebenshälfte, mit denen - zum Beispiel bei Gürtelrose - viel Leid gelindert werden kann.

"Durch die demografische Entwicklung und die teils prekäre Budgetlage in mehreren EU-Mitgliedstaaten wird es sicher erforderlich sein, in Zukunft noch mehr auf präventive Gesundheitsvorsorge zu setzen. Dabei sollen mittels verbindlichem 'Benchlearning' die besten Praktiken aus allen Mitgliedstaaten übernommen werden. Unser politisches Ziel mit Priorität muss jedenfalls die Verbesserung der Lebensqualität durch bestmögliche Gesundheit in jedem Lebensalter sein. Das ist auch mein Auftrag im Interesse der älteren Generationen als einziger Seniorenabgeordneter im Europaparlament!" so Becker abschließend.

APA/OTS

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