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APA-Artikel 2. Mai 2014

Volksanwaltschaft will Konflikt um Grazer Unfallchirurgie prüfen

Die Volksanwaltschaft hat am Mittwoch ein Prüfverfahren rund um die Causa Unfallchirurgie Graz eingeleitet. Volksanwalt Günther Kräuter sprach in einer Aussendung davon, dass die Notaufnahme "offenbar vor dem Kollaps" stehe. Zumindest gehe das aus der jüngsten Ausgabe des Wochenmangazins "News" hervor. Die Probleme im Management würden sich dem Bericht zufolge negativ auf die Patienten auswirken.

Nun wolle die Volksanwaltschaft der Sache nachgehen: "Wir werden einen Katalog mit Fragen an die zuständigen Stellen, also die KAGes und das Land Steiermark, übermitteln", kündigte Kräuter an. Man wolle sich berichten lassen, wie es um die Situation der Arbeitsbedingungen für die Ärzte und anderem medizinischen Personal bestellt ist.

Erst am Dienstag hatte die Klinikleitung in einer Pressegespräch beteuert, dass es keinen Mangel sonder sogar eine Überbedeckung gebe. Bereits im Dezember des Vorjahres sprachen Grazer Unfallchirurgen in einem internen Schreiben von "Gefahr in Verzug" und klagten über zu wenig Personal. Das LKH-Uniklinikum hat daraufhin eine betriebliche Bestandsaufnahme und Analyse des Ist-Zustandes in Auftrag gegeben: Derzufolge herrsche ein Bedarf in der Höhe von 25,5 Vollzeitkräften. Tatsächlich seien 30 Vollzeitkräfte vorhanden, ermittelte die zugezogene deutsche Beraterfirma PHC. Als Problemstellen seien vor allem "Schwächen im betriebsorganisatorischen Bereich" identifiziert worden. Verbesserungsvorschläge seien laut LKH "in Umsetzung".

apa.at

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