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APA-Artikel 28. April 2014

Tiroler Gesundheitslandesrat erinnert Minister Stöger an seine Hausaufgaben

Zu den Aussagen von Minister Stöger betreffend Brustkrebsvorsorge bzw. Hausapotheken in der heutigen Tiroler Tageszeitung nimmt Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg Stellung.

Dass das neue Brustkrebsvorsorge-Programm ein Erfolg wäre, erntet Kritik: "Die Beteiligungsrate der Frauen an der Brustkrebsvorsorge ist im Bundesland Tirol erheblich eingebrochen. Wir hatten in Tirol ein hervorragendes Referenzprojekt mit einer sensationell hohen Beteiligungsrate von fast 60 Prozent und einer sehr hohen Akzeptanz bei den Tirolerinnen. Durch das bundesweite Programm hat sich die Zahl der Mammographien heuer schon um 25 Prozent reduziert. Worin sieht Herr Minister Stöger nun den Erfolg? Vielmehr sollte Stöger mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger daran denken das Tirol Referenzprojekt bundesweit zu etablieren. Alleinig durch das gemeinsame Vorgehen von Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK), Land Tirol und der Tiroler ÄrzteInnnenschaft konnte eine noch drastischerer Rückgang vermieden werden."

Beim Thema Hausapotheken merkt Tilg an, dass der Ball bei Minister Stöger liege: "Ich erinnere Herrn Stöger an das Koalitionsabkommen der Bundesregierung. Er ist darin explizit gefordert, ein Maßnahmenpaket für eine moderne, patientenorientierte und qualitätsgesicherte Arzneimittelversorgung, insbesondere im ländlichen Raum zu entwickeln." Der Tiroler Landtag habe seine Hausaufgabe bereits gemacht und einen einstimmigen Beschluss bezüglich Hausapotheken verabschiedet. "Beim Thema Hausapotheken ist der Bundesgesetzgeber gefordert. Hier liegt die Verantwortung tatsächlich beim Gesundheitsminister, ein entsprechendes Gesetz einzubringen. Wenn man sich die Situation im ländlichen Raum vor Augen führt, besteht akuter Handlungsbedarf. Ich erwarte mir deshalb, dass von Seiten des Bundes hier entschieden gehandelt wird."

apa.at

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