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APA-Artikel 25. April 2014

Ärztekammer: Politik muss Lieferengpässe bei Medikamenten beseitigen

In der Frage von aktuellen Lieferengpässen bei Medikamenten kommt nun von den Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) die Aufforderung an die Gesundheitspolitik, die Sozialversicherung und die Apotheken, bestehende Schwachstellen unverzüglich zu beseitigen. Es gehe nicht an, dass Österreich aufgrund eines mangelhaften Beschaffungssystems und restriktiver Voraussetzungen in der Vertriebsorganisation bei der Arzneimittelversorgung diskriminiert werde, sagte ÖÄK-Präsident Artur Wechselberger am Freitag in einer Aussendung. Bekanntlich gab es in den letzten Tagen deutliche Hinweise auf Österreich-spezifische, systembedingte Engpässe bei der Versorgung mit Impfstoffen, Krebsmedikamenten, aber auch bei Arzneimitteln, die für die tägliche Routineversorgung der Patienten notwendig sind.

"Politik und Sozialversicherungen sind aufgerufen, auch langfristige Aspekte bei der Medikamentenversorgung zu überlegen. Die Verfolgung kurzsichtiger Sparziele und die Gewinnorientierung der Sozialversicherungen sind, wie sich auch in diesem Falle herausstellt, mehr als nur kontraproduktiv". Gleichzeitig sollte das monopolhafte Beschaffungs- und Vertriebssystem von Medikamenten bis hin zur Abgabe durch Apotheken überdacht werden, sagte der Ärztepräsident. Die starren Rahmenbedingungen würden auch bei gegebenen Lieferengpässen eine alternative Beschaffung notwendiger Medikamente auf internationalen Märkten verhindern. Aus Sicht des hohen Ärztepolitikers könnten diese Bedingungen im Interesse der Versorgungssicherheit der österreichischen Bevölkerung nicht einfach hingenommen werden. Jetzt sei die Zeit gekommen, strukturelle Änderungen vorzunehmen, führte Wechselberger abschließend aus.

apa.at

  • Herr Siegfried Palle, 05.05.2014 um 18:49:

    „Sehr geehrte Damen und Herren
    Wenn von Lieferengpässen der letzten Tage die Rede ist so muss ich wohl eine kleine Korrektur anbringen.

    Dieser Zustand existiert bereits nachweislich (lt. Auskunft unseres Kinderarztes) seit mindestens 5 Wochen.

    Wahrscheinlich wird die Dunkelziffer bereits in Monaten gemessen.

    Es geht nicht an dass die Bevölkerung und vor allem die Gesundheit von Kindern als Mittel der Erpressung herhalten müssen.

    Es ist von den verantwortlichen Stellen grob Fahrlässig diesem Zustand völlig Tatenlos gegenüberzustehen.

    Wir (die Steuerzahler) zahlen nicht für eine NICHT Versorgung die Steuermilliarden für das Gesundheitswesen.

    Ich möchte hier die zuständigen Stellen auffordern unverzüglich zu handeln.
    Wozu sind wir in der EU wenn jedes Land von einigen hemmungslos profitgierig gewordenen Pharamakonzernen erpresst werden kann UND DIES OHNE RECHTLICHE KONSEQUENZEN bleibt.

    Dann aber auch noch über die Medien (ORF Radio) verbreiten zu lassen, dass die Bevölkerung Impf faul sei, ist menschenverachtender Zynismus, wie er in diesem Land bereits seit 1945 nicht mehr zu vernehmen war.

    Meine Frage:
    Was gedenken Ärztekammer und andere einschlägige Institutionen diesem Umstand binnen kürzester Zeit Abhilfe zu schaffen.

    Mit freundlichem Gruß
    Ein besorgter Vater und schwerstens verärgerter Steuerzahler“

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