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APA-Artikel 25. April 2014

Österreichs Apotheken gehen mit "APOdirekt" online

APOdirekt ist die erste Online-Plattform der österreichischen Apotheken und der erste "Gesundheitsnahversorger im Internet". Das neue Webportal holt die Kunden aus dem Internet in die Apotheke, wo sie persönlich beraten werden. Rund 700 der insgesamt 1.340 Apotheken in Österreich sind vom Start weg dabei. Das ist mehr als jede zweite Apotheke.

Arzneimittel sind aufgrund der erforderlichen Beratung nicht für den Versandhandel geeignet. Wer sich allerdings bequem und seriös via Internet über Gesundheit informieren und in aller Ruhe Medikamente oder andere Produkte aus dem reichhaltigen Apothekensortiment vorreservieren möchte, kann das ab sofort schnell und einfach auf www.apodirekt.at tun.

"Wir freuen uns, dass so viele Apotheken von Beginn an bei APOdirekt mitmachen", sagt Dr. Christian Müller-Uri, Präsident des Österreichischen Apothekerverbands. Der Apothekerverband - die Interessensvertretung der selbständigen Apotheker - koordiniert und betreibt das Online-Projekt APOdirekt, das ein Jahr lang intensiv vorbereitet wurde. Müller-Uri: "Die Apotheken in Österreich haben die Zeichen der Zeit erkannt und holen die Kunden dort ab, wo sie sich gerne aufhalten, nämlich im Internet."

Warum die österreichischen Apotheken online gehen

Laut Statistik Austria sind 8 von 10 Haushalten mit einem Internetzugang ausgestattet. Einer aktuellen Erhebung des Marktforschungsinstituts Integral zufolge informieren sich bereits 72 Prozent aller Österreicher im Internet über Gesundheitsthemen. "Mit APOdirekt haben wir ein Angebot kreiert, dass einerseits dem neuen Informationsverhalten der Konsumenten gerecht wird und andererseits die Nahversorger- und Beraterfunktion der Apotheken unterstreicht", so Müller-Uri.

Hinzu kommt, dass der Versandhandel mit rezeptfreien Arzneimitteln in Österreich voraussichtlich im Jahr 2015 freigegeben wird. Dies könnte auch das Problem mit Arzneimittelfälschungen weiter verschärfen. Bereits jetzt sind 95 Prozent der von den Behörden aufgegriffenen Versand-Medikamente Fälschungen. Die Webplattform APOdirekt setzt mit seriöser Information und mit qualitativ hochwertigen Produkten ein sichtbares Zeichen gegen die überhand nehmenden Arzneimittelfälschungen im Versandhandel.

Was ist APOdirekt?

APOdirekt ist das erste gemeinsame Informations- und Produktportal der Österreichischen Apotheken, das auf dem so genannten Click & Collect-System basiert. Dieses System verbindet Online mit Offline und bietet das Beste aus beiden Welten: Der Kunde kann sich online überall und jederzeit über Gesundheitsthemen, Apothekertipps, Apotheken-Aktionen und Kampagnen informieren, im vielfältigen Sortiment mit über 10.000 Produkten stöbern und in einer an APOdirekt teilnehmenden Apotheke Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik- und Hautpflegeserien, Medizinprodukte oder rezeptfreie Arzneimittel vorreservieren. Die Kaufentscheidung wird aber letztlich erst bei der Abholung in der Apotheke getroffen, wo der Kunde auch persönlich beraten wird.

Die Vorteile von APOdirekt

Wer ein Medikament benötigt braucht es rasch und hat in der Regel keine Zeit tagelang auf ein Paket zu warten, das die Post womöglich beim Nachbarn abgibt, der aber nicht da ist, wenn man es bei ihm abholen will. Das Click & Collect-System von APOdirekt schafft hier Abhilfe. Es handelt sich dabei um ein so genanntes "Hybrid Shopping", eine Mischung aus virtuellem und realem Einkaufserlebnis, das sich bereits vielfach bewährt hat. So liefern der international tätige Pharma- und Kosmetikhändler "Alliance Boots" oder die deutsche Textilkette "Ernsting`s Family" seit Jahren den Großteil ihrer Online-Bestellungen in die Filialen zur Abholung und machen damit beste Erfahrungen.

"Laut aktueller Sempora-Studie sind 54 Prozent der Österreicher bereit, Produkte aus der Apotheke vorzureservieren und in der Vor-Ort-Apotheke abzuholen", sagen Mag. Viktor Hafner und Mag. Christian Munser, die beiden APOdirekt-Projektmanager. Die genannten Gründe dafür sind nachvollziehbar: Das Produkt kann sofort mitgenommen und vor dem Kauf angefasst werden. Außerdem kann sich der Kunde beraten lassen. Hingegen gibt es etliche Gründe, um Arzneimittel nicht via Internet-Versand zu beziehen. Sempora zufolge werden vor allem zwei davon häufig genannt: das ist erstens die Angst vor Fälschungen und zweitens die fehlende Beratung.

So funktioniert www.apodirekt.at

Der Kunde klickt www.apodirekt.at an und surft los. Er liest alles über Gesundheit, Services oder holt sich Tipps und reserviert seine gewünschten Produkte vor, die er in einen Warenkorb legt. Dann wählt er die Abholapotheke aus, die ihn per Mail oder SMS informiert, sobald der Warenkorb abholbereit ist. Die Reservierung bleibt 7 Tage lagernd. Selbstverständlich kümmert sich die Abholapotheke auch um online gestellte Fragen und Wünsche und berät bei der Abholung persönlich. Hafner und Munser: "Das erklärt auch unseren Slogan "Mein Gesundheitsnahversorger im Internet", der so gesehen nur auf den ersten Blick widersprüchlich ist."

Die Projekt-Partner von APOdirekt

Die Marke APOdirekt.at, das Service-Design und das Plattformkonzept wurden von asoluto public + interactive relations entwickelt. "Die Herausforderung dabei war, das umfangreiche Produkt- und Beratungsangebot der österreichischen Apotheken in ein funktionierendes Online-Service zu übersetzen", berichten Mag. Béatrice Verdino und DI Martin Verdino, Managing Partner von asoluto. "Es ist uns gelungen, dem Kunden rund um die Uhr und an jedem Ort einen virtuellen Zugang zu seiner Apotheke zu bieten. Auf die persönliche Beratung durch den Apotheker muss er trotzdem nicht verzichten." Das APOdirekt-Portal wird dank Responsive Design für alle relevanten Devices - vom klassischen PC über Tablet bis hin zum Smartphone - optimiert, um auch den mobilen Zugriff zu ermöglichen, der im Gesundheitsbereich besonders stark steigt.

"APOdirekt ist kein reiner eShop. Das Kundenerlebnis wird laufend durch neue Features ausgebaut", sagt Helmut Mader, Country Manager bei Netconomy, dem E-Commerce-Partner von APOdirekt. Im Rahmen des Projekts wurden neben der Basisfunktionalität wie Produkt Information Management (PIM) auch unterschiedlichste Systeme mittels Import-Schnittstellen integriert. Die importierten Daten beinhalten das gesamte Warenverzeichnis, Produktbeschreibungen, Lagerstände sowie Hersteller- und Gebrauchsinformationen. So können User mit wenigen Klicks sämtliche Informationen zu einem Produkt abrufen. Eine tolle Funktion stellen auch Merklisten dar (z.B. für Reiseapotheken), die per Knopfdruck vorreserviert werden können.

apa.at

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