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APA-Artikel 24. April 2014

Vamed verdiente 2013 bei 1 Mrd. Umsatz unterm Strich 37 Mio. Euro

Der Gesundheitsdienstleister Vamed mit Sitz in Wien hat im vergangenen Jahr sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn neuerlich deutlich zugelegt und will auch heuer wachsen. Die Chancen dafür stehen gut, der Auftragsstand hat mit 1,14 Mrd. Euro einen neuen Rekordwert erreicht.

Ihren Umsatz hat die Tochter des deutschen Fresenius-Konzerns - 13 Prozent hält die österreichische Staatsholding ÖIAG - 2013 um ein Fünftel auf 1,02 Mrd. Euro gesteigert und damit erstmals die Milliardengrenze überschritten. Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde um 8 Prozent auf 55 Mio. Euro verbessert, unterm Strich blieb ein Konzerngewinn von 37 Mio. Euro (+6 Prozent), berichtete Vamed-Chef Ernst Wastler am Donnerstag in Wien.

Von dem Umsatzwachstum "ist der Großteil organisch und nicht extern", erklärte der Vamed-Chef. Man habe sich das Ziel, die Umsatzmilliarde zu erreichen, eigentlich erst für 2014 gesetzt gehabt, dieses Ziel aber schon ein Jahr früher als geplant erreicht.

Auch im laufenden Geschäftsjahr will die Vamed weiter zulegen. "Wir haben uns vorgenommen, dass wir sowohl im Umsatz und Ergebnis eine Wachstumsrate zwischen 5 und 10 Prozent anstreben", sagte Wastler, "wenn wir keine unerwarteten Gegenwinde erfahren". Mit Auftragseingängen im Wert von 744 Mio. Euro hat sich der Auftragsstand auf 1,139 Mrd. Euro (+15 Prozent) erhöht, die Chancen stehen also gut.

Insgesamt war die Vamed bisher in 72 Ländern engagiert, allein im vergangenen Jahr ist sie in neun neue Märkte eingestiegen. Einer der wichtigsten Neuaufträge ist in Deutschland die Sanierung und der Teilneubau des Bettenhochhauses der Berliner Universitätsklinik Charite. In China hat die Vamed den Auftrag für die Planung, Errichtung und den Betrieb einer privaten Akut- und Rehabilitationsklinik erhalten und in Österreich für die schlüsselfertige Neuerrichtung des niederösterreichischen Landesklinikums Neunkirchen.

Gegenwind spürt die Vamed derzeit in Russland und der Ukraine, wo die Situation derzeit "nicht die stabilste" sei, so Wastler. Man sei in beiden Ländern engagiert und es komme zu Verzögerungen. "Der Grenzverkehr zwischen der Ukraine und Russland ist sicherlich beeinträchtigt, auch der Austausch von Arbeitskräften, aber erfreulicherweise sind sowohl unsere Investoren als auch Auftraggeber auf der ukrainischen und russischen Seite wirtschaftlich orientiert und wollen die Projekte fortsetzen." Man habe in Russland und der Ukraine einige Projekte laufen, etwa zwei Diagnostik-Zentren in Moskau und ein Krankenhaus in St. Petersburg.

Mit ihrem Projektgeschäft machte die Vamed im Vorjahr 583 Mio. Euro Umsatz (+15 Prozent), 437 Mio. Euro stammten aus dem Dienstleistungsgeschäft (+28 Prozent). Zum Ergebnis tragen beide Geschäftsbereiche jeweils etwa die Hälfte bei.

Insgesamt erbringt die Vamed weltweit Dienstleistungen für 380 Gesundheitseinrichtungen mit mehr als 110.000 Betten - "Österreich und die Schweiz haben gemeinsam annähernd so viele Krankenhausbetten", sagte Wastler.

apa.at

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