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APA-Artikel 24. April 2014

Hausärztlicher Bereitschaftsdienst unter der Woche

Trotz ungerechtfertigter Vorwürfe in den vergangenen Tagen habe die Ärztekammer für Kärnten weiterhin an konstruktiven Lösungen für die Neuorganisation des hausärztlichen Bereitschaftsdienstes gearbeitet, teilt Ärztekammer-Präsident Dr. Josef Huber mit.

"Die Problematik ist bekannt. Wir können den hausärztlichen Bereitschaftsdienst im jetzigen Ausmaß nicht mehr gewährleisten", stellt Dr. Gert Wiegele, Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte klar. "Daher werden wir der zuständigen Landesrätin Dr. Beate Prettner am Freitag, den 25.4.2014 gemeinsam ein neues Modell vorschlagen", so Wiegele weiter.

Konkret soll dieses neue Modell für den Bereitschaftsdienst unter der Woche folgendermaßen aussehen:

Von 12.00 bis 22.00 Uhr wird der Dienst wie bisher mit bis zu 48 diensthabenden Ärzten in ganz Kärnten organisiert. Ab 22.00 Uhr wird der Bereitschaftsdienst durch eine geringere Anzahl von Ärzten fortgesetzt, welche ausschließlich nach vorheriger Abklärung durch einen Arzt in einer Telefonzentrale bei akuten und nicht aufschiebbaren Problemen Hausbesuche durchführen werden.

"Dadurch muss der Bereitschaftsarzt nur mehr in dringlichen Fällen tätig werden. Für medizinische Fragestellungen und ärztliche Beratungen, welche schon jetzt einen Großteil der nächtlichen Berufungen ausmachen, steht hingegen ein Arzt in einer Telefonzentrale zur Verfügung", erklärt Dr. Huber und weiter: "Hierfür würden wir uns als Partner das Rote Kreuz wünschen, welches mit der Landesleitstelle über die perfekte Infrastruktur verfügt."

Präsident Huber und Kurienobmann Wiegele hoffen abschließend, dass Landesrätin Prettner diesen Vorschlägen positiv gegenüber steht, denn nur so könne ein dauerhafter und qualitätsvoller Bereitschaftsdienst für die Kärntner Bevölkerung bei gleichzeitiger Entlastung der Ärzteschaft sichergestellt werden.

apa.at

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