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APA-Artikel 18. April 2014

Stellungnahme zur Presseaussendung von FPÖ-Leyroutz

Klagenfurt am Wörthersee (OTS) - In Kärnten kommen auf 10.000 Einwohner 4,69 Kassenärzte für Allgemeinmedizin. Damit liegt Kärnten leicht über dem österreichischen Durchschnitt. Von einer Unterversorgung kann daher keine Rede sein.

Auch ist die Kasse ständig bemüht die ärztliche Versorgung auszubauen. Neben einer neuen Planstelle in Steuerberg wurde eine Kassenarztstelle in Schiefling vorzeitig nachbesetzt. Im fachärztlichen Bereich wurden zwei Vertragsfachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie neu installiert, eine Planstelle für Urologie in Spittal vorzeitig besetzt, sowie je eine Facharztstelle für Psychiatrie in Wolfsberg und eine Augenarztstelle in Völkermarkt geschaffen.

Die hausärztliche Versorgung ist der KGKK ein großes Anliegen. In den letzten Honorarverhandlungen wurden die Visiten, Bereitschaftsdienstpauschalen usw. überdurchschnittlich erhöht. Als positive Auswirkung steigen erstmals seit Jahren wieder die Anzahl der durchgeführten Visiten. Neue Zusammenarbeitsformen sollen zukünftig auch zur Entlastung der Mediziner beitragen.

Der Bereitschaftsdienst am Wochenende und an Feiertagen ist im Gesamtvertrag der Kärntner Gebietskrankenkasse geregelt, die Teilnahme der Vertragsärzte ist verpflichtend. Während die Teilnahme der Ärzte am Wochentagsnachtdienst, der in einem Vertrag zwischen dem Land Kärnten und der Ärztekammer festgelegt wurde, freiwillig ist. Derzeit wird Kärnten in 40 Bereitschaftsdienstsprengel eingeteilt. Kleinere Sprengel bestehen, wohl auch aus geographischen Gegebenheiten, nur aus drei bis vier Gemeinden. Daher müssen in diesen Sprengeln oft nur drei Ärzte den Dienst aufrecht erhalten. Eine zusätzliche Stelle in entlegenen, wenig besiedelten Gebieten ist für einen Arzt nicht wirtschaftlich zu führen.

Es ist die ausschließliche Zuständigkeit des Gesetzgebers zu regeln, wer Heilmittel abgeben darf. Neben den öffentlichen Apotheken sind dies die hausapothekenführenden Ärzte. Damit von einem niedergelassenen Arzt eine Hausapotheke geführt werden darf ist eine behördliche Genehmigung erforderlich. Die Voraussetzungen sind gesetzlich geregelt und entziehen sich dem Einflussbereich der Kassen. In Kärnten tragen derzeit 61 Hausapotheken zur Versorgung der Bevölkerung mit Heilmitteln im ländlichen Bereich bei.

Dr. Helgard Kerschbaumer Bereichsdirektorin

apa.at

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