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APA-Artikel 16. April 2014

D: Krankenhäuser: Bund soll sich stärker an Finanzierung beteiligen

Aus Sicht der Krankenhäuser soll sich der Bund in Zukunft stärker an der Finanzierung der Kliniken beteiligen. Die Investitionen müssten von Bund und Ländern gemeinsam getragen werden, forderte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, am Mittwoch vor einem Sondertreffen der Gesundheitsminister in Berlin. Angesichts der schwierigen Lage vieler Kliniken müsse die Finanzierung auf eine neue Grundlage gestellt und "dauerhaft" abgesichert werden.

Die Krankenhäuser werfen den Bundesländern seit langem mangelnde Investitionsbereitschaft vor. Dem Verband zufolge liegt der jährliche Finanzierungsbedarf für Investitionen bei sechs Milliarden Euro und damit weit über jenen 2,7 Milliarden Euro, welche die Länder zuletzt für die Kliniken bereitgestellt hätten. Nach Angaben der Krankenhausgesellschaft schreibt inzwischen jede zweite Klinik rote Zahlen.

Baum forderte, im Krankenhausfinanzierungsgesetz künftig konkret eine Mindestquote für Investitionen festzulegen. "Die Mitfinanzierung über Bundesmittel ist angesichts der großen Bedeutung der Investitionen für die medizinische Leistungsfähigkeit, die es bundeseinheitlich in allen Regionen zu sichern gilt, verfassungsrechtlich gut begründet", betonte er. Die Krankenhausplanung solle aber weiterhin bei den Ländern verbleiben.

Thema des Sondertreffens der für Gesundheit und Pflege verantwortlichen Minister aus Bund und Ländern am Mittwoch waren neben der stationären und ambulanten Versorgung auch die von der Koalition geplante Reform der Pflegeausbildung. Die Bundesregierung will bundesweit eine kostenfreie Pflegeausbildung durchsetzen. In einigen Ländern müssen Auszubildende noch Schulgeld zahlen. Zudem soll die bisher geteilte Ausbildung in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege weitgehend zusammengeführt werden.

apa.at

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