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APA-Artikel 15. April 2014

Neue Verordnung für mehr Transparenz bei Tier-Antibiotika in Kraft

Ab sofort ist die neue Veterinär-Antibiotika-Mengenströme-Verordnung in Kraft. Sie soll für mehr Transparenz bei der Verabreichung solcher Medikamente in der Tierzucht sorgen.

"Der Einsatz von Antibiotika in der Nutztierproduktion ist nicht zu rechtfertigen, wenn er das Ziel hat, Mängel bei Haltungssystemen oder Managementfehler zu korrigieren", sagte Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ). "Aus fachlicher Sicht ist der Einsatz von Antibiotika bei Tieren nur dann indiziert, wenn bakterielle Infektionskrankheiten vorliegen."

Mit der Verordnung werden die Mengenströme der im Veterinärbereich vertriebenen, eingekauften, abgegebenen und angewendeten Antibiotika erfasst, sowohl auf Ebene des Großhandels und der Erzeuger, als auch bei den tierärztlichen Hausapotheken. "Wir werden damit feststellen, wie Antibiotika-Resistenzen bei Tieren eingedämmt werden können", betonte Stöger. Denn Resistenzen bei Nutztieren haben auch Konsequenzen für die menschliche Gesundheit.

Antibiotika zählen zu den weltweit am häufigsten verschriebenen Medikamenten. Mit 13 Prozent Marktanteil bilden sie den größten Einzelbereich in der gesamten Erfassung unseres Arzneimittelverbrauchs. Je häufiger Antibiotika einer bestimmten Stoffgruppe bei Mensch oder Tier eingesetzt werden, desto häufiger finden sich später bakterielle Krankheitserreger, die gegen diese Substanz unempfindlich sind: Die Medikamente wirken dann nicht mehr.

apa.at

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