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APA-Artikel 11. April 2014

Spitalsärzte-Dienstzeiten - Stronach/Franz: Umstellung ohne Mehrkosten möglich

"Die aktuellen Berechnungen über extreme Mehrkosten durch die von der EU geforderte Umstellung der Spitalsärzte-Dienstzeiten sind unseriös! Mit gutem Willen der verantwortlichen Politiker kann man mit der derzeitigen Anzahl der Spitalsärzte ohne Mehrkosten das System EU-konform umstellen", erklärt Team Stronach Gesundheitssprecher Dr. Marcus Franz. Schließlich brauche man nicht rund um die Uhr überall Fachärzte im Dienst. "Es reichen in den Nachtstunden kleine und effiziente Notfallversorgungs-Teams", so Franz.

"International haben wir im Vergleich in den Spitälern viel zu viele Fachärzte rund um die Uhr im Dienst. Dieses Faktum wird politisch als Qualität verkauft, ist aber ausbeuterisch und nicht notwendig", kritisiert Franz. Den erhöhte Ärztebedarf tagsüber in den Krankenhäusern gewinne man, "wenn man die Nachtdienste reduziert und neue Dienstformen wie Teilzeit einführt", erklärt Franz. Allerdings müsse im Gegenzug das Grundgehalt der Ärzte deutlich angehoben werden, um deren finanzielle Verluste durch die Verringerung der Nachtdienste auszugleichen. Franz: "Viele Jungärzte sind derzeit ja leider zu extrem langen Dienstzeiten gezwungen, um finanziell über die Runden zu kommen."

Laut dem Team Stronach Gesundheitssprecher werden in den Spitälern mehr Stationsärzte benötigt, "um die Kontinuität der Patientenbetreuung zu bewahren". Franz regt auch an, ganz neue Modelle flächendeckend einzusetzen: "Es wäre sinnvoll, wenn die niedergelassenen Ärzte ihre Patienten auch im Spital visitieren würden. In Holland etwa ist das gang und gäbe." Diese Systemänderungen sind laut Franz "eine win-win-Situation für alle Beteiligten - ohne Mehrkosten." Zudem seien die Änderungen auch rasch durchführbar. "Die derzeitige Abwehrhaltung der Politik, die zehnjährige Übergangsfristen für notwendig hält, beweist aber: sinnvolle, sachliche und nützliche Reformen will hier offenbar niemand", kritisiert Franz.

apa.at

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