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APA-Artikel 11. April 2014

FPÖ: Karlsböck kritisiert Missverhältnis von Studienplätzen und Ärztebedarf

FPÖ NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck fühlt sich durch die Forderung der EU, die Wochenarbeitszeit von Spitalsärzten drastisch zu begrenzen, sowohl als Arzt und Gesundheitspolitiker als auch als Wissenschaftssprecher seiner Partei auf traurige Weise bestätigt. Die jahrelange Missachtung der Arbeitszeitrichtlinien habe im Verbund mit mangelnden Medizin-Studienplätzen zu einem eklatanten Ärztemangel geführt.

Die Drohung der EU, Österreich mit ein Strafverfahren zu belegen, wenn die Arbeitszeit für Spitalsärzte nicht umgehend von 72 auf 48 Stunden reduziert werde, bestätige nur die Richtigkeit der alten freiheitlichen Forderung, die Dienstzeit der Spitalsärzte zu begrenzen. "Völlig unverständlich ist mir", so Karlsböck, "wie Sozialminister Hundstorfer und gestandene Gewerkschafter der jahrelangen Missachtung der europäischen Arbeitszeitbestimmungen tatenlos zusehen konnten." Er, Karlsböck, habe schon seit Jahren vor dem nun offenbar werdenden eklatanten Ärztemangel gewarnt, sei aber bei den Verantwortlichen immer auf Granit gestoßen. So habe die FPÖ erst im Dezember einen entsprechenden Entschließungsantrag (104 A/E) zur Begrenzung der zulässigen durchgehenden Dienstzeit von Spitalsärzten auf maximal 25 Stunden eingebracht, der aber wieder abgeschmettert worden sei.

Karlsböck fordert nun ein umfassendes Maßnahmenpaket, um das Schlimmste abzuwenden. Einerseits seien gesetzliche Maßnahmen zur Attraktivierung von Arztpraxen gefordert, um den "extramuralen" Bereich zu stärken, um die Patientenversorgung im niedergelassenen Bereich zu verbessern und die Spitäler zu entlasten. Andererseits seien mehr Studienplätze - nicht nur im medizinischen Bereich - sicherzustellen. Die jüngsten Zahlen zeigten deutlich das Missverhältnis zwischen Studienwilligen und Studienplätzen an Österreichs Universitäten: 12.600 Bewerbern stünden 1560 Studienplätze gegenüber - ein neuer Rekord. Dem "Management by Chaos" der Bundesregierung müsse endlich ein Riegel vorgeschoben werden, so Karlsböck abschließend.

apa.at

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