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APA-Artikel 10. April 2014

Ärzte-Arbeitszeit: Die geltenden Regelungen

Die derzeit laut Gesetz maximal mögliche Arbeitszeit der österreichischen Spitalsärzte steht im Widerspruch zu EU-Vorgaben. Derzeit ist laut Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz erlaubt, dass Ärzte bis zu 72 Stunden/Woche und bis maximal 49 Stunden durchgehenden Dienst schieben. Die EU sieht eine Wochenarbeitszeit von maximal 48 Stunden vor. Im Folgenden ein Überblick über die geltenden Regelungen:

I.) TAGESARBEITSZEIT:

- Die maximale Tagesarbeitszeit liegt grundsätzlich bei 13 Stunden.

- Abweichend davon kann ein sogenannter "Verlängerter Dienst" zur Anwendung kommen. Voraussetzung dafür ist laut Gesetz, dass die Dienstnehmer während der Arbeitszeit "nicht durchgehend in Anspruch genommen" werden, es eine Betriebsvereinbarung dafür gibt und dass dieser verlängerte Dienst aus "organisatorischen Gründen unbedingt notwendig ist".

Unter diesen Voraussetzungen kann der durchgehenden Dienst 32 Stunden betragen. Beginnt der "verlängerte Dienst" am Vormittag eines Samstags oder eines Tags vor einem Feiertag, darf dieser sogar bis zu 49 Stunden durchgehend andauern.

II.) WOCHENARBEITSZEIT:

- Grundsätzlich darf die Wochenarbeitszeit im Schnitt 48 Stunden nicht übersteigen, bei einem Durchrechnungszeitraum von bis zu 17 Wochen.

- Auch hier kommt darüber hinaus der "verlängerte Dienst" zur Anwendung: Unter diesen Voraussetzungen kann die durchschnittliche Wochenarbeitszeit bis zu 72 Stunden betragen. Diese darf aber nur in den einzelnen Wochen des Durchrechnungszeitraumes so hoch sein. Im Schnitt der 17 Wochen darf die Wochenarbeitszeit bei maximal 60 Stunden liegen.

Darüber hinaus legt das Gesetz fest, dass pro Monat (im Schnitt über 17 Wochen gesehen) maximal 8 "verlängerte Dienste" zulässig sind.

apa.at

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