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APA-Artikel 10. April 2014

Gesundheitsreform: NÖ Zielsteuerungsvertrag steht nach Verzögerung

Niederösterreich hat als letztes Bundesland den Zielsteuerungsvertrag für die Gesundheitsreform fertiggestellt. Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka (ÖVP) und NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter präsentierten am Donnerstag in St. Pölten die Schwerpunkte der Vereinbarung. In der Sitzung der Landesregierung am 29. April soll der Vertrag beschlossen werden.

Nach "sehr intensiven" Verhandlungen wurde die Basis für die Steuerung der Gesundheitsversorgung im Bundesland gelegt. Im Mittelpunkt sei immer das Wohl der Patienten gestanden, weswegen es auch erst später zu einem Ergebnis gekommen ist, betonte Sobotka. "Die inhaltliche Qualität lässt sich aber im Bundesländervergleich sehen." Künftig soll am "best point of service" behandelt werden - das heißt am richtigen Ort, zur richtigen Zeit und kosteneffizient.

Die Schwerpunkte des Vertrags beinhalten die Umsetzung klarer Versorgungsstrukturen- und Prozesse, etwa bei der Rollenverteilung zwischen Hausarzt, Facharzt, Ambulanz und Spital, verkürzte Wartezeiten der Patienten, die Festschreibung von primären Versorgungszentren und die Einrichtung einer Beratungshotline. "Inhaltlich waren wir uns oft sehr schnell einig, aber wie so oft geht es immer ums Geld", so Sobotka über die Verhandlungen. Letztlich habe man sich auf einen Kompromiss geeinigt, das zum Vertrag dazugehörige Arbeitsprogramm soll bis spätestens Juni stehen.

Als "Herzstück der Gesundheitsreform" bezeichnete der NÖGKK-Obmann das Ergebnis. "Wichtig ist, dass dieser Vertrag kein schnelles Blitzlicht, sondern auf Nachhaltigkeit ausgelegt ist", hob Hutter hervor. Dahinter stehe ein ganz konkreter Abarbeitungsplan mit "vielen kleinen Schritten", die das schon sehr gute niederösterreichische Gesundheitswesen noch besser machen sollen.

Im Rahmen der Gesundheitsförderungs-Strategie sind im NÖ Zielsteuerungsvertrag auch Mittel zur Durchführung gemeinsamer Projekte vorgesehen, die vor allem die Eigenverantwortung und die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung stärken sollen. Diesbezüglich wurde ein neuer Gesundheitsförderungsfonds in Höhe von 2,9 Millionen Euro für 2014 geschaffen.

apa.at

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