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APA-Artikel 8. April 2014

Attraktives Umfeld für Arzt- und Pflegeberufe

Das Abdecken des Ärzte- und Pflegebedarfs zählt zu den wesentlichen Aufgaben im Gesundheitssystem, um eine wohnortnahe und frei zugängliche Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen. Das Land Vorarlberg hat in den letzten Jahren beträchtliche Schritte gesetzt, um die Attraktivität der medizinischen und pflegerischen Berufe an Krankenhäusern und im niedergelassenen Bereich zu verbessern. Erste Erfolge stellen sich bereits ein.

Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen u.a. die Gehaltsreform für Spitalsbedienstete, die - österreichweit einzigartige - Schaffung eines Turnusärztetätigkeitsprofils sowie die weiterhin massiven Investitionen in die Spitalsinfrastruktur, erläuterten Landeshauptmann Markus Wallner, Gesundheitslandesrat Christian Bernhard und der Direktor der Krankenhausbetriebsgesellschaft, Gerald Fleisch, am Dienstag, 8. April 2014, im Pressefoyer.

Die Gehaltsreform für Spitalsbedienstete in Verbindung mit einer deutlichen Aufstockung der Dienstposten ist ein Meilenstein in der Entwicklung der Landeskrankenhäuser, um etwa im Vergleich mit dem süddeutschen Raum konkurrenzfähig zu sein, sagte Wallner. Die Reform wurde erfreulicherweise sehr gut angenommen. Bis Ende 2013 sind 36,5 Prozent der 3.922 Spitalsbediensteten in das neue Gehaltsschema gewechselt. Im Vorfeld wurde mit einer Wechselquote von bis zu 38 Prozent gerechnet. Von den Ärztinnen und Ärzten haben sogar fast 72 Prozent zum neuen System optiert.

Erfreuliches Fazit für Direktor Fleisch: "Im Moment dürfen wir sagen, dass es wieder einen Zustrom an Fachkräften gibt." Diesen Weg gelte es nun konsequent weiterzuverfolgen, um auch den in den nächsten Jahren zu erwartenden Mehrbedarf decken zu können.

Das beginnt in der Ausbildung. So haben die im Jahr 2011 begonnenen und in den letzten Jahren sukzessive ausgebauten Vorbereitungsangebote von Schloss Hofen für angehende Medizinstudentinnen und -studenten dazu geführt, dass zwischenzeitlich rund doppelt so viele Personen den Einstiegstest bestehen und mit dem Medizinstudium beginnen können. Und im Pflegebereich, wo ab 2017 im gehobenen Dienst voraussichtlich ca. 65 und in der Pflegehilfe gut 20 zusätzliche Ausbildungsplätze jährlich gebraucht werden, wurden zusätzliche Kursangebote an den Gesundheits- und Krankenpflegeschulen Feldkirch und Bregenz geschaffen.

Unverzichtbar für ein hochwertiges Gesundheitssystem ist für Landesrat Bernhard ein funktionierendes Zusammenspiel der Landesspitäler mit der niedergelassenen Ärzteschaft. Unter diesem Aspekt ist der Start eines Pilotmodells zur Förderung von Lehrpraxen im Sommer 2014 zu sehen. Das gibt Ärztinnen und Ärzten in Ausbildung, die den Weg in die Selbständigkeit anstreben, die Möglichkeit ihren zukünftigen Alltag kennenlernen.

Wichtig für das Wohlbefinden von Patientinnen und Patienten sowie für die Motivation der Bediensteten ist auch, dass die Spitäler gut ausgebaut und modern ausgestattet sind. Entsprechend investiert das Land Vorarlberg in die Gebäudeinfrastruktur. Im laufenden Jahr fließen rund 31,7 Millionen Euro in Hochbauprojekte an den Vorarlberger Landeskrankenhäusern. Nach der abgeschlossenen Sanierung des LKH Hohenems und den aktuell laufenden Sanierungsetappen an den Landeskrankenhäusern Bludenz und Bregenz verlagert sich in den nächsten Jahren der Schwerpunkt des baulichen Geschehen mit notwendigen Erweiterungen und Sanierungen an die Spitäler in Feldkirch und Rankweil.

apa.at

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