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APA-Artikel 7. April 2014

Mammascreening: Ärztekammer fordert Erweiterung

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) unterstütze den Vorstoß der ÖVP-Ministerinnen, im Hinblick auf das Brustkrebs-Vorsorgeprogramm ein duales System von Einladungen und Überweisungen zu etablieren. Die aktuellen Zahlen seien alarmierend, das im Jänner eingeführte Mammascreening bringe ganz klar nicht das gewünschte Ergebnis, betonte ÖÄK-Vizepräsident und Obmann der Kurie Niedergelassene Ärzte, Johannes Steinhart, am Samstag in einer Aussendung.

"Wenn nur fünf bis zehn Prozent der eingeladenen Frauen zur Mammografie gehen, dann ist das System zu hinterfragen und zu adaptieren", sagte Steinhart. Zwar habe die ÖÄK das Screeningprogramm mitgetragen, "wir müssen jetzt aber zur Kenntnis nehmen, dass der ärztliche Rat und das ärztliche Gespräch für die Patientinnen von größerer Bedeutung sind als eine schriftliche, anonyme Einladung", so Steinhart. Eine Abkehr vom Einladungssystem sei nicht notwendig, wohl aber eine Erweiterung. Steinhart: "Am besten wäre es, neben den Einladungen, die sich ja an eine spezifische Zielgruppe richten, auch die zielgerichtete Überweisung durch den Facharzt wieder zuzulassen."

"Der Gesundheitsminister ist nun aufgefordert, die Zahlen auf den Tisch zu legen und im Falle eines anhaltenden dramatischen Rückgangs entsprechend zu handeln. Im Sinne der Frauen muss es unser Ziel sein, die medizinische Qualität durch die Etablierung eines dualen Systems wiederherzustellen. Spätestens bis Juli sollten wir eine praktikable Lösung anbieten können", betonte Steinhart abschließend.

apa.at

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