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APA-Artikel 4. April 2014

Montag ist Tag der Gesundheit: Österreicher verlieren 21 Lebensjahre durch Krankheit

"Die Österreicher werden immer älter, aber nicht gesünder. Wir verlieren fast 21 Lebensjahre durch Krankheit - das sind um 1,5 Jahre mehr als der OECD-Durchschnitt", erklärt Peter McDonald, SVA Obmann-Stv. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, sei ein Umdenken in der Österreichischen Gesundheitspolitik notwendig. "Wir müssen mehr in die Förderung der Gesundheit investieren und uns nicht erst um die Gesundheit kümmern wenn wir bereits krank sind", ist McDonald überzeugt.

Zwar habe Österreich ein sehr leistungsstarkes und auch kostenintensives Gesundheitssystem, doch sei dieses viel zu stark auf die reine Reparaturmedizin ausgerichtet. "80 % der heutigen Krankheitslast sind Zivilisationskrankheiten, wie beispielsweise Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen, und diese sind sehr stark vom eigenen Lebensstil beeinflussbar", erklärt McDonald. Die Risikofaktoren dieser Krankheiten sind u. a. Bewegungsmangel, falsche Ernährung und Übergewicht, Alkohol- und Nikotinkonsum - also Faktoren, die in hohem Maße jeder einzelne selbst in der Hand hat. Und hier muss das Gesundheitssystem ansetzen. "Wir müssen die Menschen beim Gesundbleiben unterstützen". Diesen Ansatz sieht McDonald als win-win-Situation für alle Beteiligten: "Die Kunden profitieren von mehr gesunden Lebensjahren und mehr Lebensqualität, was wiederum dem Gesundheitswesen zugutekommt."

"Der Schlüssel zu längerem Leben bei guter Gesundheit liegt in der Mitverantwortung und im Engagement jedes Einzelnen. Unser Ziel als Sozialversicherung der Selbständigen ist es, das Bewusstsein über die eigene Gesundheit zu fördern und gezielte Anreize zu schaffen, die vielleicht für den Einzelnen gerade der richtige Anstupser sind, um ein lang geplantes Vorhaben in die Tat umzusetzen", so McDonald. Die SVA hat mit dem Präventionsprogramm "Selbständig Gesund" als erste Sozialversicherung den Trend erkannt und ein Modell entwickelt, das jeden Einzelnen für sein Engagement für die eigene Gesundheit belohnt. Wer einen Vorsorge-Check beim Arzt macht und sich gemeinsam mit dem Arzt Gesundheitsziele vereinbart und diese erreicht, der profitiert von mehr Gesundheit und vom halbierten Selbstbehalt. "Mit dem Vorsorgemodell ist uns eine Steigerung der Vorsorgeuntersuchungen um knapp 40 % innerhalb eines Jahres gelungen - das ist beachtlich", so McDonald.

40 Prozent der erwachsenen Österreicherinnen und Österreicher sind übergewichtig. Die Österreicher essen zu fett, zu salzig, zu wenig Obst und Gemüse. Dazu kommt eine steigende Zahl jugendlicher Raucherinnen und Raucher. Jeder dritte Herzinfarkt und jeder vierte Schlaganfall wird indirekt von Übergewicht verursacht. "Am Weltgesundheitstag wollen wir zu einer breiten gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung mit dem Thema Eigenverantwortung und Gesundheitsbewusstsein aufrufen und die Österreicher dazu motivieren, sich mit der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen", so McDonald.

 

apa.at

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