zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 1. April 2014

Bundesgesundheitskonferenz - Stronach/Franz: Planung der Gesundheitsleistungen muss konzentriert werden

Das von Gesundheitsminister Stöger angekündigte Vorhaben, die Primärversorgung im Sinne der Patienten zu reformieren, klingt gut, erklärt Team Stronach Gesundheitssprecher Dr. Marcus Franz. Auch sei es sinnvoll, alle Gesundheitsberufe in Einrichtungen, die zukünftig der Erstversorgung dienen sollen, zusammen zu fassen. "In der Realität handelt es sich bei den hochfliegenden Plänen des Ministers aber um Versorgungsromantik: das Stöger`sche Projekt ist nur umsetzbar, wenn die Planung der Gesundheitsleistungen konzertiert und regional angepasst erfolgt", erinnert Franz.

Das sei aktuell in Österreich laut Franz aber nicht möglich: Im Gesundheitswesen mit seinen zwanzig selbstverwalteten Kassen und seinen föderalistischen Zwängen wird jedes Reformvorhaben sofort zum Papiertiger, weil die Einzelinteressen der Beteiligten (Kassen, Länder, Kammern, etc.) sich zu oft widersprechen. "Wenn nicht strukturell verändert wird, wird sich also nichts ändern - und der Stillstand bringt Nachteile für die Patienten", warnt der Team Stronach Gesundheitssprecher.

"Das Team Stronach schlägt daher neuerlich vor, die Krankenkassen zur österreichischen Gesundheitsversicherung (ÖGV) zusammen zu legen. Nur auf diese Weise können echte Reformen gelingen", erklärt Franz. Wenn die Patienten wirklich im Mittelpunkt der gesundheitspolitischen Bemühungen stehen sollen , wie immer behauptet wird, "dann sollte sich Österreich von den überkommenen und aus demografischen Gründen kaum mehr finanzierbaren Kassen-Systemen des 19. Jahrhunderts lösen und neue Wege gehen", so Franz.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben